18.06.09 Quelle: DIE STIFTUNG 3/09

Kontaktanzeigen für soziales Engagement

Mancher Projektleiter ist es leid, dass bei je­der Veranstaltung immer nur dieselbe kleine Schar Helfer auftaucht, und sucht dringend nach Verstärkung. An­dere Menschen möch­ten sich gerne einmal ehrenamtlich engagie­ren. Bloß fehlt ihnen ein Vorhaben, von dem sie wirklich überzeugt sind. Und etliche Firmen suchen schon lan­ge nach einer Gelegenheit, sich öffentlich­keitswirksam als sozial verantwortliches Un­ternehmen zu empfehlen. Für sie alle ist wi­kando gedacht - eine erst kürzlich gestartete Online-Spendenplattform, die Hilfsprojekte, Privatpersonen und Unternehmen zusam­menbringt. Und so funktioniert wikando: Eine Organisation stellt auf wikando.de ihr Projekt vor und beschreibt, welche Art von Unter­stützung benötigt wird. Neben Geld und Ma­terial ist es auch möglich, Zeit und Wissen zu spenden. Privatpersonen und Unternehmen können nun mittels einer Suchmaske gezielt nach einem Projekt Ausschau halten oder sich über eine Profilseite als Helfer anbieten. Fast wie auf einer Dating-Plattform. Und wer selbst nicht helfen kann, ist vielleicht in der Lage, ein paar interessante Kontakte zu vermitteln. Pri­vatpersonen erhalten für jeden ihrer Einsätze sogenannte Charity Points, die sie gegen Gut­scheine eintauschen oder spenden können. Den Unternehmen bie­tet das Portal die Chan­ce, sich als gesellschaft­lich engagiert zu präsentieren und auf diese Weise ihr Image zu verbessern. Die Plattform finanziert sich durch diemonatlichen Beiträge der auf wikando.de ver­tretenen Unternehmen. Der Preis richtet sich nach der Mitarbeiterzahl und liegt derzeit zwi­schen 9,90 und 99,90 Euro. "Für Privatper­sonen und Projekte ist wikando kostenlos", versichert Geschäftsführerin Mirjam Maier. "Jede Spende wird zu 100% weitergeleitet." Auf diese Weise soll wikando zur zentralen Anlaufstelle für gesellschaftliches Engage­ment werden. Fans hat das Portal bereits jetzt: Beim Gründerwettbewerb "enable2start" der Zei­tung Financial Times Deutschland gehörte das Team von wikando zu den Gewinnern und er­hielt ein Preisgeld von 50.000 Euro. Zudem wird das Projekt durch die EU und den Bund gefördert.

Sonderausgabe „Familienunternehmen & Stiftung“


März 2010
Mehr...


Aktuelle Ausgabe


Juli 2010


Sponsoringpartner 2009/2010


Anzeige