20.04.2016 | Von Die Stiftung

Zwischen Absolute und Total Return

Bereits im dritten Jahr veranstaltet DIE STIFTUNG, zusammen mit der funds excellence, den Gesprächskreis Stiftungsfonds. Das Ziel: Stiftungen und Fondsexperten miteinander ins Gespräch bringen. Dieses Mal eher in der Mitte Deutschlands, im Haus der Kreissparkasse in Köln, konnten wir 70 Gäste begrüßen.

Bereits im dritten Jahr veranstaltet DIE STIFTUNG, zusammen mit der funds excellence, den Gesprächskreis Stiftungsfonds. Das Ziel: Stiftungen und Fondsexperten miteinander ins Gespräch bringen. Dieses Mal eher in der Mitte Deutschlands, im Haus der Kreissparkasse in Köln, konnten wir 70 Gäste begrüßen.
Von Sabine Kamrath

Die Märkte sorgen für Redebedarf – das haben wir bereits bei den ersten Veranstaltungen in diesem Jahr gemerkt. Beim mittlerweile achten Gesprächskreis seit Bestehen wurde entsprechend viel diskutiert. Über die aktuelle Lage an den Märkten, aber auch über die beiden Vorträge von Dr. Gregor Seikel (GSK Stockmann + Kollegen) und Klaus-Dieter Erdmann (Asset Standard, MMD Multimanager GmbH).

Der Einstieg in die Veranstaltung erwies sich bereits als anspruchsvoll und Begriffe wie „gemildertes Niederstwertprinzip“ oder eine „Erwartung, die ich berechtigt annehmen kann“ sorgten im Vortrag von Dr. Gregor Seikel für Erheiterung. Es ging darin unter anderem um die Bilanzierung von Fondsinvestments und um Rücklagenbildung. Dass es in diesen Bereichen kaum verbindliche gesetzliche Regelungen zur Bilanzierung gibt ist durchaus problematisch – weder nach Steuerrecht noch nach Handelsrecht. Bei Stiftungen, die Regelungen in der Satzung haben, sind diese natürlich unstrittig. Aber was sollen die vielen anderen machen? Handelt es sich doch um einen Bereich der sogar von Steuerrechtlern stark diskutiert wird und in dem keine Einigkeit herrscht. Beispielsweise darüber, ob Kursgewinne aus der Veräußerung von Aktien dem Stiftungsvermögen zugeführt, in eine Rücklage transferiert oder für die Stiftungszwecke als Erträge ausgeschüttet werden müssen. An dieser Stelle wurde auch deutlich, dass man zukünftig das Format des „Gesprächskreises Stiftungsfonds“ um einen „Gesprächskreis Rechnungslegung“ erweitern sollte. Doch auch hier lässt sich das Problem der „Kraft des Normativen“ (Seikel), welches durch fehlende gesetzliche Vorschriften gegeben ist, nicht abschließend lösen.

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