04.11.2016 | Von Die Stiftung

„Vor den Wechselkräften des Marktes ist keiner gefeit“

Stiftungen fühlen sich nach wie vor unsicher in ihrer Kapitalanlage. Zum einen liegt das an den aktuellen Herausforderungen des Marktes, jedoch auch an gestiegenen Anforderungen an Professionalität, Transparenz und Know-how in der Kapitalanlage. Stiftungsfonds werden daher als eine Möglichkeit gerade für kleinere Stiftungen angesehen, ihr Kapital solide, sicher, professionell und diversifiziert anzulegen.

Christoph Schwarzmann, Fonds-Experte von Pioneer Investments, stellte den „Pioneer Funds – European Equity Target Income“ vor. Foto: Peter X. Willeitner
Christoph Schwarzmann, Fonds-Experte von Pioneer Investments, stellte den „Pioneer Funds – European Equity Target Income“ vor. Foto: Peter X. Willeitner

Als größtes Risiko definierten alle Experten momentan, dass Stiftungen die Niedrigzinsphase nur passiv aussitzen, und nicht aktiv handeln und die Kapitalanlage den Umständen anpassen würden. Das könnte sehr viel teurer werden als handeln. Auch ein zu statisches und zu wenig differenziertes Portfolio sei ein Problem vieler Stiftungen. „Mein Tipp? Streuen, streuen, streuen!“, kommentierte Schwarzmann. „Und dann die Nerven behalten, auch wenn es mal nicht gut läuft.“ Hess schloss sich hier an und meinte, dass Stiftungen bestimmte Phasen nicht nur aushalten sollten, sondern auch den Mut haben, gezielt zu investieren, wenn die Preise gerade eher sinken – „günstig Einkaufen und auf steigende Kurse setzen ist auch eine Möglichkeit, Rendite zu erzielen.“

Bützer und Magenheimer hingegen betonten, dass sich die Stiftungen schlicht darauf einstellen müssten, dass die Zinsen langfristig nicht steigen und sie insgesamt geringer werdende Erträge in Kauf nehmen müssten. Erdmann ergänzte, die Vermögensbewirtschaftung gleiche „im Moment dem Pfennigsammeln vor einer heranrollenden Dampfwalze“: Um zumindest einigermaßen Renditen zu erzielen, versuche man an allen möglichen (und unmöglichen) Stellen, noch Geld zu verdienen. Er nannte als wichtigsten Hinweis ebenfalls das Erfordernis breit zu streuen, und unbedingt verstärkt Profis zu vertrauen.

Stiftungsfonds
Auch zum Austausch untereinander blieb den Gästen Zeit. Foto: Peter X. Willeitner

In einem war sich am Schluss das gesamte Podium einig: Wichtig ist vor allem die Ausgewogenheit im Portfolio. Die Auswahl ist dann eher Geschmackssache.

 

Die Präsentationen finden Sie hier:

Auswahl, Kombination und Kontrolle von Stiftungsfonds

Rechtliche und steuerliche Fallstricke

Vorgestellte Fonds

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