11.10.2017 | Von Die Stiftung

Aufsatzwettbewerb der Stiftung der Hessischen Rechtsanwaltschaft

Foto: Andy_Di / iStock / Thinkstock

Der Aufsatzwettbewerb der Stiftung der Hessischen Rechtsanwaltschaft soll der aktuellen gesellschaftlichen Debatte über Kleidungsvorschriften und religiöse Symbole Rechnung tragen. Kopftuch, Burka, Kippa und andere Kopfbedeckungen dringen überall im öffentlichen Raum vor. Wie soll damit in oder bei staatlichen Institutionen (Behörden, Gerichten, Bundeswehr), in der Schule oder am Arbeitsplatz umgegangen werden? Gibt es überhaupt ein Bedürfnis nach Regelung? Wie ist es zu beurteilen, wenn Schöffen, Lehrer oder Bankberater Tschador, Kippa oder Burka tragen wollen? Wenn das Tragen einer Burka verboten wird, muss dann auch verlangt werden, dass Zeugen das Kreuz von ihrer Halskette entfernen oder verhüllen? Wo stößt die Religionsfreiheit an ihre Grenzen?

All diese Fragen haben nicht nur einen gesellschaftlichen Hintergrund, sondern führen auch zu diffizilen rechtlichen Erwägungen. Die Stiftung freut sich über Beiträge, die sich mit dem Status Quo auseinandersetzen und über Aufsätze, die den möglichen oder wünschenswerten Umgang
mit diesem Thema beleuchten und rechtlichen wie gesellschaftlichen Aspekten Rechnung tragen.

Die Stiftung der Hessischen Rechtsanwaltschaft ruft alle an einer deutschen Universität eingeschriebenen Jurastudierenden (auch  Promotionsstudierende) und alle Rechtsreferendare auf, Beiträge zum oben genannten Thema einzureichen. Von mehreren Autoren gemeinschaftlich
verfasste Beiträge sind zulässig. Die angeschnittenen Fragen und  Überlegungen können Ausgangspunkt der Beiträge sein – müssen es aber nicht. Der Beitrag kann auch auf einen Themenkreis (öffentliche Verwaltung/Gerichte, Schulen, Arbeitswelt) beschränkt werden.

Einreichungen sind bis spätestens zum 31. Dezember 2017 per E-Mail oder per Post bei der Stiftung der Hessischen Rechtsanwaltschaft, z. Hd. Herrn Rechtsanwalt Dr. Mark C. Hilgard, Bockenheimer Anlage 36, 60322 Frankfurt am Main (E-Mail-Adresse: vorstand@shra.de) möglich.

Das Preisgeld beträgt 10.000 Euro.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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