12.01.2018 | Von Die Stiftung

Fleischatlas 2018: „Fleisch geht auch anders“

Dass Fleisch auch produziert werden kann, ohne die Tiere zu quälen und die Umwelt zu zerstören, das möchte die grüne politische Heinrich-Böll-Stiftung im neu erschienenen Fleischatlas 2018 aufzeigen und wirbt ganz konkret mit „Rezepten für eine bessere Tierhaltung“.

Fleisch
Um die Fleischproduktion umwelt- und tierfreundlicher zu gestalten, braucht es politische Strategien. Dafür setzt sich der Fleischatlas 2018 ein. Foto: Georg Schierling / pixelio.de

Nur wenn wir in der Produktion von Fleisch und in der Haltung von Nutztieren etwas verändern, können die Ziele der globalen Nachhaltigkeitsagenda 2030 und das Pariser Klimaabkommen erreicht werden, lautet die Botschaft der Heinrich-Böll-Stiftung, die Mitte der Woche gemeinsam mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und „Le Monde Diplomatique“ den inzwischen vierten Fleischatlas veröffentlicht hat. Den Fokus legt die Publikation in diesem Jahr vor allem auf Chancen, Instrumente und Strategien, um eine Veränderung hervorzurufen. „Ein Umbau der Tierhaltung ist keine Träumerei, sondern durchaus möglich“, ist die Meinung, die die Stiftung auf ihrer Homepage vertritt. Um gegen den „Widerstand der globalen Fleischindustrie“ anzukommen, müsse vor allem die Politik aktiv werden.

Politische Maßnahmen für die Produktion von Fleisch

Deshalb fordern die Organisationen im Fleischatlas unter anderem die Nutzung von EU-Mitteln für den Umbau der Tierhaltung, den verantwortungsbewussten Einsatz von Antibiotika, eine sinnvolle Anwendung von Abgaben, Steuern und Zöllen sowie eine gesetzliche Kennzeichnungspflicht der Tierhaltung am Endprodukt.  Im Mittelpunkt stehen konkrete Lösungsvorschläge. Darunter ein Konzept gegen die Übernutzung der Natur, Ideen für eine „tierwohlgerechte“ Haltung sowie Vermarktungsmöglichkeiten für den Einzelhandel.

Die Forderung nach einer besseren Tierhaltung

Auch Problemfelder werden aufgezeigt: die Rodung von Wäldern, die Zerstörung der Artenvielfalt, Gesundheitsschäden, Klimawandel und das Leid der Tiere. Zahlreiche Daten, Fakten und Grafiken untermauern die Aussagen. „Billig, umweltschädlich, qualvoll und ungesund – so haben sich große Teile der Tierhaltung in den letzten Jahren präsentiert. Das muss nicht so sein. Der neue Fleischatlas zeigt, wie eine bessere Tierhaltung funktionieren kann“, fasst die Heinrich-Böll-Stiftung auf ihrer Homepage zusammen.

Der Fleischatlas kann bei der Heinrich-Böll-Stiftung kostenlos bestellt und heruntergeladen werden.

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