12.10.2017 | Von Tobias Anslinger

Goetheturm abgebrannt: Zivilgesellschaft aktiv

Der Goetheturm im Frankfurter Stadtwald, eines der Wahrzeichen der Stadt, ist in den frühen Morgenstunden vollständig zerstört werden. Er soll wieder aufgebaut werden. Dafür ziehen Politik und Zivilgesellschaft an einem Strang.

Goetheturm
Der Frankfurter Goetheturm soll nach dem Brand wieder aufgebaut werden. Foto: Muck, „Goetheturm 02“, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode

Mit einer traurigen Nachricht erwachten die Frankfurter am 12. Oktober: Der Goetheturm, beliebtes Ausflugsziel im Frankfurter Stadtwald, ist in den frühen Morgenstunden Opfer eines Brandes geworden. Die Feuerwehr war binnen Minuten am Ort des Geschehens, konnte die Zerstörung des Wahrzeichens aber nicht mehr verhindern. Der komplett aus Holz gebaute Goetheturm galt als Wahrzeichen der Stadt. 1931 wurde er errichtet, bis 1999 war er der höchste öffentlich zugängliche Holzbau Deutschlands. Erst im Jahr 2014 wurde der Turm einer umfassenden Sanierung unterzogen worden.

Schon wenige Stunden nach dem Brand meldeten sich die Frankfurter Zivilgesellschaft und die Politik zu Wort. Alle Parteien bekennen sich klar zu dem Ziel, den Goetheturm wieder aufzubauen. „Auch wenn wir zurzeit mit Schulen, Kindertagesstätten und anderen städtischen Gebäuden alle Hände voll zu tun haben – spätestens morgen sollte das Hochbauamt mit den Planungen für den Wiederaufbau beginnen“, sagte Stadtrat Jan Schneider (CDU), als Dezernent zuständig für Hochbau.

Goetheturm neu: Erste Stiftung hat sich gemeldet

Ähnlich die Reaktion vom Stadtoberhaupt: „Ich werde Stadtrat Schneider voll dabei unterstützen, dass der Goetheturm sofort wieder aufgebaut wird“, schrieb Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) auf Facebook und verspricht: „Wir werden die Mittel dafür umgehend bereitstellen.“ Mit der Nassauischen Sparkassenstiftung habe sich auch bereits eine erste Stiftung bei ihm gemeldet, die den Wiederaufbau unterstützen möchte.

Auch Bürgermeister Uwe Becker (CDU) sei dafür, „dass wir ihn so schnell wie möglich wieder aufbauen“, wie er der Frankfurter Neuen Presse sagte. Ein Spendenkonto soll eingerichtet werden.

Die Grünen denken an eine Nachbarschaftsinitiative im Stadtteil Sachsenhausen, um die Pläne der Stadt zu unterstützen. Stadtverordnete Ursula auf der Heide: „Wir brauchen viele kreative Geldsammelideen, Spenden, Bastelaktionen, Kunstaktionen, Benefizkonzerte – aber das bekommen wir hin“, schrieb sie.

Artikel teilen