14.03.2017 | Von Die Stiftung

Hanns-Lilje-Stiftungspreis: Die Nominierten

Welche Rolle spielt Empathie im ökonomischen Handeln? Wie werden globale wirtschaftliche Zusammenhänge für Jugendliche erlebbar? Unter welchen Bedingungen produzieren Handelsketten Lederschuhe in Asien? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigen sich die Wissenschaftlerinnen und Initiativen, die in diesem Jahr für den „Hanns-Lilje-Stiftungspreis Freiheit und Verantwortung“ nominiert worden sind.

Zwei Forscherinnen dürfen auf den Wissenschaftspreis hoffen

Claudia Fülling forscht zur Relevanz menschlicher Empathie im wirtschaftlichen Handeln. In ihrer Dissertation „Theologische Wirtschaftsethik der Empathie“ verbindet sie Theologie und Ökonomie mit Pädagogik. So entwickelt sie Vorschläge, wie sich theologische- und wirtschaftsethische Fragestellungen im Schulunterricht etablieren lassen.

Gotlind Ulshöfer greift in ihrer Habilitation „Soziale Verantwortung aus protestantischer Perspektive“ die Debatte um die soziale und gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen (Corporate Social Responsibility – CSR) auf und zeigt, inwiefern CSR ein Beitrag der Wirtschaft für ein gutes Leben sein kann. Dabei führt sie theologische, ethische und ökonomische Diskurse zusammen und entwickelt eine Ethik der Handlungsräume.

Mehr zu den nominierten Wissenschaftlerinnen hier.

Im Rahmen des Initiativpreis konkurrieren drei Projekte

„5.000 Brote – Konfirmanden backen Brot für die Welt“ heißt das bundesweite Projekt, das der Evangelische Verband Kirche Wirtschaft Arbeitswelt (KWA) organisiert. Daran beteiligt sind der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks, Brot für die Welt und Konfirmanden aus allen Landeskirchen der EKD.

Ebenfalls nominiert ist der Verein Südwind aus Bonn, der sich mit seinem Institut für Ökonomie und Ökumene für eine gerechte Weltwirtschaft einsetzt. Südwind deckt beispielsweise ungerechte wirtschaftliche Strukturen in der Schuh-, Smartphone- oder Kakaoproduktion auf.

Auch der Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer e.V. (AEU) in Karlsruhe hat Chancen auf eine Auszeichnung. Seit mehr als 50 Jahren beteiligt er sich an der gesellschaftspolitischen Meinungsbildung zu wirtschafts- und sozialethischen Fragen.

Mehr zu den nominierten Initiativen hier.

Hanns-Lilje-Stiftungspreis zu wechselnden Themen

Der Hanns-Lilje-Stiftungspreis ist mit insgesamt 20.000 Euro Preisgeld die höchst dotierte Auszeichnung, die kirchliche Stiftungen in Deutschland für Wissenschaftler und Initiativen verleihen. Alle zwei Jahre wird der Preis zu wechselnden Themen vergeben. In diesem Jahr steht die Bedeutung der Wirtschaft für das Leben im Mittelpunkt.

Ausgezeichnet werden die Preisträgerinnen und Preisträger im Rahmen des Hanns-Lilje-Forums am 29. März 2017 in der Neustädter Hof- und Stadtkirche in Hannover.

www.lilje-stiftung.de

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