15.11.2017 | Von Die Stiftung

IOTA: Erste Krypto-Stiftung Deutschlands gegründet

Die IOTA Foundation ist in Deutschland die erste Stiftung, die auf einer Kryptowährung basiert. Die Kapitalausstattung mit einer Internetwährung und die Gründung als Hybridstiftung stellte die Krypto-Stiftung vor stiftungsrechtliche Herausforderungen.

IOTA: Deutschlands erste Krypto-Stiftung
Die Kryptowährung IOTA macht virtuelle Geldtransfers noch schneller. Und die neue Krypto-Stiftung IOTA soll dabei helfen, diese Technologie weiterzuentwickeln. Foto: Rainer Sturm/pixelio.de

Mit der offiziellen Anerkennung der IOTA Foundation als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts durch die Berliner Stiftungsaufsicht existiert nun die deutschlandweit erste Stiftung, die auf einer Kryptowährung basiert. Die IOTA Foundation ist als gemeinnützige Stiftung errichtet worden, die zum Zwecke der Förderung von Wissenschaft und Forschung und der Bildung insbesondere die IOTA-Technologie und die Distributed-Ledger-Technologie weiterentwickeln soll – eine richtige Krypto-Stiftung also.

IOTA ist ein für jedermann nutzbares digitales und dezentral organisiertes Bezahlsystem, dessen technische Ausgestaltung sich von der Blockchain-Technologie der anderen Kryptowährungen Bitcoin und Ether durch das neuartige Tangle-System unterscheidet. IOTA ist speziell darauf ausgelegt, als Bezahleinheit für das sogenannte Internet of Things (IoT) zu fungieren. Das IoT, in Deutschland auch zumindest als Teil der sogenannten Industrie 4.0 bekannt, ist die Vision, dass zukünftig Milliarden von Geräten eigenständig untereinander kommunizieren, miteinander Verträge schließen und Transaktionen durchführen. Beispielsweise nutzen verschiedene Unternehmen IOTA schon heute in den Bereichen Mobilität, Energieversorgung und Datensicherung.

Stiftungsvermögen der Krypto-Stiftung in Kryptowährung

Um die Krypto-Stiftung zu gründen, habe die IOTA Community fünf Prozent aller IOTA-Token gespendet, erklären die Gründer auf ihrer Website. Dies entspricht momentan einem fünfstelligen Dollarbetrag. Auf Grundlage der Open-Source-Politik soll die IOTA-Stiftung Unternehmen, Entwicklern und anderen Nutzern der Plattform den Zugang zur IOTA-Technologie ermöglichen. Dadurch soll die technische Weiterentwicklung und Standardisierung von IOTA zur Realisierung neuer Applikationen und Geschäftsmodelle vorangetrieben werden. Das Ziel der Krypto-Stiftung sei de facto, eine öffentliche Organisation hinter IOTA stehen zu haben, die Marke zu stärken und die Entwicklung voranzutreiben.

Warum es dafür eine Stiftung braucht, wird auf dem Blog der IOTA Foundation erklärt:

“It may seem counterintuitive to go through the painful process of becoming a regulated non-profit entity in Germany, especially when considering “easier” alternative options in other jurisdictions. But subjecting ourselves to the onerous oversight of one of the world’s most respected governments, within the heart of the EU, will give IOTA an unparalleled legitimacy to pursue visionary projects together with forward-thinking public and private sector organizations and research partners across the globe.”

Gründung der Krypto-Stiftung von Frankfurter Kanzlei begleitet

Die IOTA-Stiftung wurde von den beiden Krypto-Experten Anka Hakert und Lutz Auffenberg der auf Nonprofitrecht spezialisierten Kanzlei Winheller in Frankfurt beraten. Sie setzten sowohl die Konzeption der Krypto-Stiftung als Hybridstiftung – eine in der Praxis noch recht seltene Stiftungsform – als auch die Kapitalausstattung mit IOTA-Token mit Blick auf die stiftungsrechtlichen und gemeinnützigkeitsrechtlichen Aspekte um und haben die hierfür notwendigen Abstimmungen mit der Stiftungsaufsicht und dem Finanzamt vorgenommen. Dabei war auch die besondere Expertise im Bereich der Kryptowährungen gefordert, um die Hintergründe der Technologie im Zuge der Umsetzung ausreichend zu berücksichtigen.

www.iotasupport.com/foundation_de.shtml
https://blog.iota.org/iota-foundation-fb61937c9a7e

Artikel teilen