27.01.2015 | Von Die Stiftung

Kameras sollen KZ-Gedenkstätten schützen

Die Gedenkstätten in Dachau und Flossenbürg werden künftig mit Videokameras überwacht, sagte der Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten, Karl Freller, gestern in München. Auch Sicherheitskräfte sollen stärker als bisher Streife gehen. Grund dafür ist der Diebstahl eines historischen Tores in Dachau im November 2014.

Die Gedenkstätten in Dachau und Flossenbürg werden künftig mit Videokameras überwacht, sagte der Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten, Karl Freller, gestern in München. Auch Sicherheitskräfte sollen stärker als bisher Streife gehen. Grund dafür ist der Diebstahl eines historischen Tores in Dachau im November 2014. Von Tätern und Beute fehlt bis heute jede Spur.

Bislang galten Kameras an derartigen Orten als unvorstellbar, sind die ehemaligen Lager doch bis heute Sinnbild für den Überwachungs- und Unterdrückungsstaat der Nazis. Kameras auf den alten Wachtürmen soll es deshalb nicht geben, dafür aber auf den Zufahrtsstraßen oder im Eingangsbereich sowie an ausgewählten Stellen im Inneren, um unersetzliche Erinnerungsstücke zu schützen. Dennoch soll es weiterhin möglich sein in einem intimen Rahmen zu trauern und weinen, sagte Freller. Das genaue Sicherheitskonzept wird noch erarbeitet.

Auch andere deutsche KZ-Gedenkstätten nutzen die Videotechnik, so etwa Bergen-Belsen, Buchenwald und Mittelbau-Dora. Auch in Sachsenhausen und Ravensbrück setzt die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten Kameras ein. Sie hatte sich nach den Brandanschlägen auf die Holzbaracken in der Gedenkstätte Sachsenhausen in den 90er Jahren dazu entschlossen, Kameras zu installieren.

www.stiftung-bayerische-gedenkstaetten.de

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