20.03.2017 | Von Die Stiftung

Kritik an TV-Werbung: Felix Burda Stiftung erklärt sich

Im Rahmen des jährlichen Darmkrebsmonat März fährt die Felix Burda Stiftung seit 2002 große, öffentlichkeitswirksame Kampagnen für die Prävention von Darmkrebs. In diesem Jahr wiederholt sie die erfolgreiche Werbung der Berliner Agentur „Heimat“ vom vergangenen Jahr. Unter dem Motto „Ausreden können tödlich sein!“ sorgt eine Schulaufführung für einen überraschenden Schockmoment.

Ein Kinderlied, das freundlich beginnt, endet mit den drastischen Worten: „Für jeden Scheiß hast du Zeit gehabt, dafür hat dich jetzt der Krebs umgebracht“. Auf einer Bühne singen Kinder, während ihnen der morbide Nebel einer Friedhof-Szenerie um die Beine wabert:

Bei den Menschen ist der TV-Spot der Felix Burda Stiftung definitiv angekommen: Allein auf YouTube verzeichnet er aktuell knapp 280.000 Aufrufe. Knapp 2.000 Likes stehen allerdings auch gut 400 Dislikes gegenüber. Die über 300 Kommentare dazu zeigen, dass der Spot auf jeden Fall polarisiert. Vielen Menschen gefällt er nicht, so mancher Betrachter schreibt Klartext: „Die geschmackloseste Werbung aller Zeiten – haben Sie dabei auch an die betroffenen Menschen gedacht?“, „Schämt Euch, so einen Spot zu machen“ oder „Makaber! Solch eine dümmliche Werbung sollte verboten werden.“

Felix Burda Stiftung hat Ziel erreicht

Aufgrund der Reaktionen sahen sich die Verantwortlichen der Felix Burda Stiftung offenbar gezwungen, zu den beiden meistgeäußerten Kritikpunkten „Kinder“ und „Persönliche Betroffenheit“ Stellung zu beziehen. Sie taten dies in Form einer Videobotschaft und in Person von Carsten Frederik Buchert, Director Marketing & Communications der Felix Burda Stiftung. Darin entschuldigt er sich unter anderem dafür, bei manchem Krebs-Betroffenen Trauer oder gar Wut ausgelöst zu haben:

Fest steht: Das Hin und Her mit Video und Stellungnahme ist eine durchaus gelungene Werbeaktion. Durch die Stellungnahme dürfte die Felix Burda Stiftung die Aufmerksamkeit für Ihren TV-Spot – und damit für den eigentlichen Zweck der Aktion und der Stiftung, nämlich die Förderung der Darmkrebsvorsorge, nochmals erhöht haben.

Der Darmkrebsmonat März ist eine gemeinsame Initiative der Felix Burda Stiftung, der Stiftung Lebensblicke und des Netzwerk gegen Darmkrebs e.V. Der März ist der bundesweite Aktionsmonat für die Darmkrebsvorsorge. Obwohl umfangreiche Präventionsangebote bestehen, sterben jährlich rund 25.600 Menschen an diesem Krebs, der als einziger verhindert bzw. geheilt werden kann, wenn er frühzeitig erkannt wird.

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