07.02.2018 | Von Tobias Anslinger

„Landshut“-Ausstellung erhält Beirat

Ende September 2017 ist die „Landshut“ in Friedrichshafen angekommen. Seitdem arbeiten die Beteiligten der Dornier-Stiftung an der Umsetzung des Ausstellungkonzepts des 1977 entführten Flugzeugs. Über die Arbeit wurde bislang wenig bekannt. Das soll sich nun wohl ändern.

„Landshut“ Dornier-Stiftung
Begrüßung der „Landshut“ bei der Ankunft am 23. September 2017 durch die Zeitzeugen Gabriele von Lutzau (Stewardess), Diana Müll (Geisel), Jürgen Vietor (Co-Pilot) und Museumsdirektor David Dornier (von rechts). Foto: Derek Schuh

Die Dornier-Stiftung für Luft- und Raumfahrt hat einen siebenköpfigen wissenschaftlichen Beirat berufen, der die Erarbeitung und Umsetzung des Ausstellungkonzepts einschließlich der Remontage und Restaurierung der ehemaligen Lufthansa-Maschine „Landshut“ begleiten soll. Die Maschine soll eines Tages im Dornier Museum in Friedrichshafen gezeigt werden.

Die Mitglieder dieses Beirats sind Prof. Johannes Hürter vom Münchner Institut für Zeitgeschichte, Prof. Paula Lutum-Lenger, stellvertretende Direktorin im Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Rechtsanwalt und Autor Butz Peters. Weiters Dietmar Preißler, Sammlungsdirektor der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Politologe und Autor Martin Rupps, Prof. Petra Terhoeven von der Universität Göttingen sowie Robert Kluge von der Abteilung Luft- und Raumfahrt im Deutschen Museum in München.

„Wichtiger Meilenstein für die „Landshut“-Ausstellung“

„Ich bin stolz, dass wir mit diesen Beiratsmitgliedern herausragende Experten aus unterschiedlichen Fachgebieten für die Begleitung der Ausarbeitung des Ausstellungskonzepts und der inhaltlichen und gestalterischen Umsetzung der „Landshut“-Ausstellung gewinnen konnten. Zugleich freue ich mich, dass damit ein erster wichtiger Meilenstein des Projekts erreicht wird, das damit weiter Fahrt aufnimmt“, erklärt David Dornier, Direktor des Dornier Museums und Vorstand der Dornier-Stiftung.

Der wissenschaftliche Beirat wolle sich „in den nächsten Wochen“ zu einer konstituierenden Sitzung treffen und seine Arbeit aufnehmen, wie es in einer Pressemitteilung der Dornier-Stiftung heißt.

Projektplan der Ausstellung unklar

Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters begrüßt die Berufung des begleitenden Gremiums: „Mit diesem renommiert besetzten Beirat ist nun der Weg für ein wissenschaftlich fundiertes Ausstellungskonzept zur Präsentation der „Landshut“ geebnet. Im Gedenken an die Opfer des Deutschen Herbstes 1977 unterstützt der Bund die Rekonstruktion und Ausstellung der „Landshut“ in ihrem zeitgeschichtlichen Kontext, um gerade auch jungen Menschen eine Auseinandersetzung mit dem RAF-Terrorismus zu ermöglichen“, so die Ministerin.

Die Bundesrepublik, genauer das Auswärtige Amt, hatte das Flugzeug vergangenes Jahr zum Schrottwert von 20.000 Euro gekauft. Am 23. September war die „Landshut“ schließlich nach Friedrichshafen überstellt worden (die-stiftung.de berichtete). Zu Projektplan, Finanzierung und Gesamtkosten gibt es nach wie vor viele Fragezeichen. Die Erarbeitung und gestalterische Umsetzung der neuen Ausstellung einschließlich der Restaurierung der „Landshut“ werde noch „einige Zeit in Anspruch nehmen“, heißt es aus Friedrichshafen.

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