12.10.2016 | Von Die Stiftung

Neue App für depressive Menschen

Der DFB und die Robert-Enke-Stiftung stellten am Montag eine eigene App vor, die depressive Menschen unterstützen soll. Unter dem Motto „Robert konnten wir nicht retten. Dich schon“ bietet die kostenlose Anwendung für mobile Endgeräte eine große Bandbreite an Hilfs- und Informationsangeboten.

Der DFB und die Robert-Enke-Stiftung stellten am Montag eine eigene App vor, die depressive Menschen unterstützen soll.

Unter dem Motto „Robert konnten wir nicht retten. Dich schon“ bietet die kostenlose Anwendung für mobile Endgeräte eine große Bandbreite an Hilfs- und Informationsangeboten: Zum einen kann man sich in allgemein verständlicher Sprache zum Thema Depressionen informieren, einen Selbsttest machen oder mit dem „Moodtracker“ über Tage und Wochen ein Stimmungsbild erstellen. Zum anderen hat die App einen Notruf-Button, der Suizidgefährdeten die Chance gibt in letzter Sekunde noch Hilfe zu rufen: Per Knopfdruck wird der Betroffene mit der von einem Facharzt betreuten Beratungshotline der Robert-Enke-Stiftung verbunden. Zeitgleich kann ein Gruppen-Notruf abgesetzt werden, mit dem etwa Familienmitglieder oder Freunde über den akuten Krisenmoment alarmiert werden. Über GPS kann sofort der Standort ermittelt werden, um auch dann Hilfe zu leisten, wenn der Betroffene nicht mehr in der Lage ist zu sprechen. Die Stiftung kooperiert bundesweit mit zehn Unikliniken und zahlreichen ambulanten Sportpsychologen.

Rund 10.000 Menschen nehmen sich in Deutschland pro Jahr das Leben, damit sterben deutlich mehr Menschen durch Suizid als aufgrund von Verkehrsunfällen, Drogenmissbrauch und HIV-Erkrankungen zusammen. Nationaltorhüter Robert Enke hatte sich im November 2009 das Leben genommen. Wegen Depressionen war er zuvor mehrfach in psychiatrischer Behandlung gewesen.

http://robert-enke-stiftung.de

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