06.02.2017 | Von Die Stiftung

Pröll-Privatstiftung: Keine Ermittlungen

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft in Wien leitet gegen den niederösterreichischen Landeshauptmann Erwin Pröll keine Ermittlungen im Zusammenhang mit seiner Privatstiftung ein. „Wir haben die medial kolportierten Vorwürfe im Zusammenhang mit der Erwin-Pröll-Privatstiftung und insbesondere den ‚Falter‘-Artikel geprüft. Es haben sich keine Anhaltspunkte für eine strafbare Handlung ergeben. Daher gibt es keinen Anlass, ein Ermittlungsverfahren einzuleiten“, erklärte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft gegenüber der österreichischen Tageszeitung „Standard“.

Der niederösterreichische Landeshauptmann, der erst kürzlich seinen Rückzug aus allen Ämtern angekündigt hatte, war nach einem Bericht der Wiener Stadtzeitung „Falter“ unter Beschuss geraten. Das Bundesland Niederösterreich hatte der Erwin-Pröll-Privatstiftung seit 2008 insgesamt 1,35 Millionen Euro an Förderungen zugesprochen. 300.000 Euro davon liegen auf Stiftungskonten, der Rest befindet sich noch auf Landeskonten. Ziel der Stiftung sei, eine „Akademie für den ländlichen Raum“ zu schaffen. An Spenden für konkrete Projekte bezahlte die Stiftung bislang erst etwa 150.000 Euro aus.

Die Prüfung durch den Rechnungshof ist von der Entscheidung der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft unbenommen.

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