12.11.2014 | Von Die Stiftung

Sprachförderung mehrsprachiger Kita-Kinder wirksam

Die Sprachförderung mehrsprachiger Kinder ist wirksam – setzt aber ein intensives Training der pädagogischen Fachkräfte voraus. Zu diesem Ergebnis kam eine Untersuchung der Frankfurter Metzler-Stiftung und des „ZNL Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen“ in Ulm.

Im Mittelpunkt der Untersuchung standen rund 140 mehrsprachige Kinder im Alter von drei Jahren aus Kindertagesstätten in Wiesbaden und Frankfurt. Mehr als 40 Erzieher hatten verschiedene Fortbildungen besucht, um die Kinder in ihrem Alltagsleben der Kindertagesstätten sprachlich besonders zu fördern. Im Projekt „MAUS“ („mehrsprachig aufwachsende Kinder sprachlich fördern“) wurde die Entwicklung der kindlichen Sprachleistung im Zusammenhang mit der Entwicklung des sprachförderlichen Verhaltens der Erzieher in einem Zeitraum von über einem Jahr untersucht.

Eine Gruppe Erzieher erhielt ein praxisorientiertes Interaktionstraining mit sechs Fortbildungstagen, die zweite Test-Gruppe besuchte lediglich eine eintägige Fortbildung, in der dasselbe Wissen nur theoretisch vermittelt wurde. Die den Erziehern der ersten Gruppe zugeordneten Kinder hatten einen messbaren Vorteil gegenüber der zweiten Gruppe. „Sie sprachen mehr, hatten einen größeren Wortschatz und verwendeten komplexere grammatische Formen“, sagt die Sprecherin der Metzler-Stiftung, Dorothea Wallach.

Dementsprechend positiv fällt das Fazit aus: Die Vorstandsvorsitzende der Metzler-Stiftung, Sylvia von Metzler, ist von den Untersuchungsergebnissen überzeugt. Sie zeigten deutlich, wie sich die Sprachkenntnisse bei mehrsprachigen Kindern verbessern, und es sich deshalb „lohnt, das sprachliche Interaktionsverhalten der pädagogischen Fachkräfte weiter zu entwickeln und zu optimieren“.

www.metzler-stiftung.de

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