21.04.2017 | Von Die Stiftung

Stiftung Mozarteum erwirbt Brief von Mozarts Schwester

Die in Salzburg ansässige Internationale Stiftung Mozarteum nennt seit März einen Original-Brief von Mozarts Schwester „Nannerl“ aus dem Jahr 1799 ihr Eigen. Der jüngste Erwerb aus der umfangreichen Sammlung an Originalen wurde gestern erstmals öffentlich vorgestellt. Das vom 24. November 1799 datierte Schreiben an den Leipziger Musikverlag Breitkopf und Härtel enthält unter anderem Erinnerungen an den Bruder und ist nach Einschätzung der Stiftung eines der persönlichsten und aufschlussreichsten Zeugnisse über Mozarts Kindheit. So wird darin über den allabendlichen Zwiegesang Mozarts vor dem Schlafengehen mit seinem Vater Leopold berichtet oder über die Komposition der 1. Symphonie in London, als kein Klavier angerührt werden durfte, weil der Vater schwer erkrankt war. Die Organisation hat das vierseitige Dokument bei einer Autographen-Auktion in Berlin ersteigert.

Ebenso gelangte kürzlich das Porträt einer jungen Dame aus Privatbesitz in die Sammlung der Stiftung. Das Bildnis soll Nannerl im Alter zwischen 14 und 18 Jahren zeigen und ist künftig im Mozart-Wohnhaus ausgestellt. Für die Stiftung ist die Identität der Porträtierten jedoch noch nicht ausreichend belegt und wird die Forschung noch eine Weile beschäftigen.

Über den Kaufpreis der beiden Gegenstände machte die Stiftung keine Angaben.

www.mozarteum.at/start/meldung/313

 

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