23.05.2017 | Von Die Stiftung

STIIX: Erfreulicher Start in das Jahr 2017

Der STIIX Stiftungsindex veröffentlichte seine Ergebnisse für das erste Quartal dieses Jahres – und es sind gute Neuigkeiten dabei: Die Erfüllungsquote des Stiftungszwecks hat sich sehr erfreulich entwickelt. Seit dem Jahresbeginn 2016 ist sie über alle Größenklassen gesehen von 64 auf 76 Prozent gestiegen. Auch in Bezug auf die Renditen ist ein erfreulicher Start zu vermerken: Zum Ende des vergangenen Jahres lag die mögliche Rendite bei 4,41 Prozent. Der Start in das vergangene Jahr war weitaus schlechter, damals lag die mögliche Rendite im negativen Bereich bei -0,91 Prozent.

Bei der Aufteilung des Stiftungsvermögens ist auffällig, dass sich der Anteil der Liquidität deutlich verringert hat. Im vergangenen Jahr lag der Anteil über alle Quartale sehr konstant bei 36 Prozent. Somit scheinen die Stiftungen auf die aktuelle Zinssituation reagiert zu haben. Die Zufriedenheit mit der Anlage des Stiftungsvermögens ist trotz der Veränderungen sehr deutlich gesunken. Mehr als die Hälfte der teilnehmenden Stiftungen ist unzufrieden. Die Zukunft wird zeigen, ob aufgrund der Unzufriedenheit wieder Veränderungen bei der Anlage die Folge sind, so die Schlussfolgerung des STIIX.

Fundraising wieder erstarkt

Bei allen Stiftungsgrößen wird das Fundraising im Vergleich zum Vorjahr wieder stärker eingesetzt. Bestätigt wird der Trend, dass kleinere Stiftungen dieses Instrument am häufigsten einsetzen. Diejenigen, die Fundraising betreiben, geben an, dass Mailings ein effektives Mittel sind, um Einnahmen zu generieren. Diese Aussage stimmt mit den Werten des Vorjahres überein. Weiterhin dominant bleibt allerdings der persönliche Kontakt. Radio und Zeitung als klassische Instrumente, um Aufmerksamkeit zu erreichen, werden dagegen kaum noch genutzt. Die Zuversicht der Stiftungen, auch größere Teile der Mittel für ihre Zweckerfüllung durch Fundraising zu generieren, steigt weiter an.

Vermögenscontrolling langsam auf dem Vormarsch

Der Aufschwung beim Wissensstand zum Vermögenscontrolling im Vergleich der Jahre 2015 und 2016 setzt sich auch in der aktuellen Umfrage weiter fort. Zwei Drittel der teilnehmenden Stiftungen haben mittlerweile gute oder sogar sehr gute Kenntnisse in diesem Bereich.

Bei der Frage, wer das Stiftungsvermögen aktuell steuert, stehen nach wie vor die Stiftungen selbst oder die Banken deutlich im Vordergrund. Allerdings verlieren diese beiden Institutionen in den letzten Jahren zwar langsam aber dafür kontinuierlich an Bedeutung. Die Bedeutung des professionellen Vermögenscontrollings und des Steuerberaters rücken kontinuierlich stärker in den Fokus. Letzteres gilt insbesondere für größere Stiftungen. Kleinere Stiftungen controllen ihr Vermögen wie schon in den Vorjahren seltener.

Die Methodik des STIIX Stiftungsindex

Die P&S Vermögensberatungs AG führt seit 2014 die anonyme Umfrage zum Stiftungsindex STIIX durch. Eingeladen werden ca. 6.000 Stiftungen, der Rücklauf liegt relativ konstant bei 120+ Teilnehmern. 2014 und 2015 fand die Umfrage im monatlichen Turnus statt, seit 2016 vierteljährlich. Teilnehmer an der Umfrage zum STIIX-Index erhalten kostenfrei eine ausführliche Auswertung der Ergebnisse. Weiterführende Infos unter www.stiix.de.

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