15.02.2017 | Von Die Stiftung

Streit um Zeppelin-Stiftung: Gemeinderat nicht gesprächsbereit

Im Konflikt um die geforderte Wiedereinsetzung der 1947 aufgehobenen rechtsfähigen Zeppelin-Stiftung ist der Gemeinderat von Friedrichshafen nicht zu Gesprächen bereit. Dies beschloss das Gremium einstimmig in seiner Sitzung Anfang der Woche. Der Gemeinderat will weder den Dialog mit Albrecht Graf von Brandenstein-Zeppelin suchen, noch sich bei einem anstehenden Verfahren auf einen Vergleich einlassen. Wie die Tageszeitung Südkurier berichtet, sprachen sich alle Fraktionen für einen Erhalt der Zeppelin-Stiftung in ihrer jetzigen Form aus. Auch der Rechtsanwalt der Kommune, Andreas Dietzel, riet von Gesprächen mit dem Zeppelin-Nachkommen ab. Nach seiner Einschätzung habe von Brandenstein-Zeppelin gar kein Recht zu klagen. Hiervon geht auch das Regierungspräsidium Tübingen als zuständige Stiftungsaufsicht aus.

Von Brandenstein-Zeppelin hatte im vorigen Monat Klage gegen das Regierungspräsidium Tübingen eingereicht, um die Restitution der Zeppelin-Stiftung gerichtlich durchzusetzen (wir berichteten). Diese war 1947 aufgehoben worden und wird seitdem als städtisches Sondervermögen in Form einer rechtlich unselbstständigen Stiftung weitergeführt.

www.zeppelin-stiftung.de

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