16.03.2017 | Von Die Stiftung

Upcycling für Jugendliche

Die Zivilgesellschaft kann sich noch mehr anstrengen, gebrauchten oder scheinbar nutzlosen Konsumgütern ein neues, sogar aufgewertetes Leben einzuhauchen – „Upcycling“ heißt der Fachbegriff dazu. „Durch Upcycling können Rohstoffe gespart, Müllberge verringert und die Wegwerfmentalität gemäßigt werden“, sagte Dr. Heinrich Bottermann, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), anlässlich des Startschusses für das Projekt „Besser machen!“.

Das Umweltbildungsprojekt des Online-Magazins Lizzy Net und des JFC-Medienzentrums in Köln, das in Schulen und Bildungseinrichtungen umgesetzt wird, fördert die DBU 2017 und 2018 mit insgesamt 123.000 Euro. Ziel ist, mehr Bewusstsein für diese Thematik zu schaffen und den gesellschaftlichen Wertewandel hin zu mehr Langlebigkeit von Gebrauchsgütern schon bei Jugendlichen anzustoßen.

Upcycling muss auch richtig gelehrt werden

Bundesweit sind Schulen ab der 7. Klasse 7, Bildungs- und Jugendeinrichtungen aufgerufen, sich intensiv und kreativ mit den Themen Konsum, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung besonders im Hinblick auf langlebige Konsumgüter zu beschäftigen. In eigenen Upcycling-Projekten, Repair-Cafés oder Tausch-Börsen soll das dann umgesetzt werden. Beim Upcycling werden Abfallprodukte oder gebrauchte Materialien in neuwertige Produkte umgewandelt und somit aufgewertet. Besonders geeignet sei das Thema nach Darstellung der Projektpartner für Projektwochen oder interdisziplinäre Unterrichtsprojekte, die sich mit dem Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung beschäftigen.

Eine Besonderheit des Projektes ist, dass das JFC-Medienzentrum auch für Lehrer und Pädagogen in NRW Upcycling-Workshops anbietet, bei denen pädagogische Möglichkeiten der Nutzung von digitalen Fabrikationstechniken wie 3D-Drucken, Physical Computing und auch analoge Werkzeuge vorgestellt werden. Hintergrundmaterialien, Unterrichtsvorschläge und Modell-Beispiele aus Bildungsprojekten, die die pädagogische Planung unterstützen, finden sich auf www.lizzynet.de.

Wie wichtig es das „Lehrerlernen“ ist, zeigt auch die aktuelle Studie „Wie lernen Lehrer?“ der Vodafone Stiftung, wonach Lehrer das Lernen als entscheidend für ihren Beruf ansehen, aber ihre Weiterbildungsbemühungen nach eigenen Angaben an den Schulen kaum unterstützt werden. Lediglich drei Prozent der von der Vodafone Stiftung befragten 361 Lehrer stufen die Lernkultur an ihrer Schule als gut oder sehr gut ein. Nur ein gutes Viertel (27 Prozent) der befragten Lehrer findet, dass Weiterbildung, Innovationsfähigkeit und Lernen gelebte Werte an ihrer Schule sind. Lediglich 12 Prozent werden in Fortbildungsfragen durch ihre Vorgesetzten beraten.

www.dbu.de
www.vodafone-stiftung.de

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