06.12.2017 | Von Die Stiftung

2,5 Millionen Euro für ein neues Göttinger Campus-Institut

Das geplante Göttinger Campus-Institut „Dynamik biologischer Netzwerke“ erhält 2,5 Millionen Euro aus dem „Niedersächsischen Vorab“, einem Förderangebot der Volkswagen-Stiftung.

Göttinger Campus
Durch die Förderung in Höhe von 2,5 Millionen Euro können biologische Bauelemente, wie hier dargestellt, am Göttinger Campus erforscht werden. Foto: Manuel Schottdorf, Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Ziel der Universität Göttingen, der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation ist es, mit dem fakultätsübergreifenden Institut die biologische und biomedizinische Forschung am Göttinger Campus zu stärken. Forschungsschwerpunkte des Instituts sind die Untersuchung dynamischer Prozesse, die ein entscheidendes Merkmal von lebenden Systemen darstellen. Dazu gehören auch die Prozesse, die bei der biologischen Informationsverarbeitung eine essenzielle Rolle spielen. Biologische Informationsverarbeitung soll besser erfasst und in computergestützten Modellen dargestellt werden können.

„Die Einrichtung des Campus-Instituts ist für die Universität Göttingen von hoher strategischer Bedeutung“, so Universitätspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Beisiegel. „Es bildet nicht nur eine wichtige Ergänzung verschiedener Verbundforschungsinitiativen in den Lebenswissenschaften, sondern ist auch ein wesentlicher Baustein unserer geplanten Exzellenzcluster Multiscale Bioimaging und Primatenkognition. Damit spielt das Institut auch eine Rolle im Wettbewerb um den Status als Exzellenzuniversität.“

„Die Förderung durch die Volkswagen-Stiftung ermöglicht uns, zukünftig die Integration mathematischer und experimenteller Ansätze in den Neurowissenschaften am Göttinger Campus weiter voranzutreiben und darüber hinaus neue Themen in der Theorie biologischer Systeme anzugehen“, sagt Prof. Dr. Fred Wolf vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation, Sprecher des Bernstein Zentrums für computergestützte Neurowissenschaften und designierter Gründungsdirektor des neuen Instituts.

 

Das Campus-Institut Dynamik biologischer Netzwerke baut auf der Grundlage des Göttinger Bernstein Zentrums für computergestützte Neurowissenschaften auf. Es soll die Entwicklung quantitativer und systemischer Ansätze in den biologischen und biomedizinischen Wissenschaften am Göttingen Campus vorantreiben. Seine drei Professuren und vier Nachwuchsgruppen bilden eine fakultätsübergreifende Schnittstelle für ein dynamisches Querschnittsthema der Lebenswissenschaften. Darüber hinaus soll das Institut gemeinsam mit der Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbh Göttingen (GWDG) eine Plattform für das wissenschaftliche Hochleistungsrechnen aufbauen, die spezifisch auf die computergestützte und theoriegeleitete Forschung zu biologischen Netzwerken zugeschnitten ist und anschließend allen Einrichtungen am Göttinger Campus zur Verfügung steht. Die Kooperationspartner legen damit einen Grundstein für den Ausbau der „Computational und Data Sciences“ in den Lebenswissenschaften am Campus Göttingen.

Das Förderangebot „Niedersächsisches Vorab“ der Volkswagen-Stiftung  soll Niedersachsen als Wissenschaftsstandortstärken. Ein satzungsmäßig festgelegter Teil der Fördermittel der Stiftung gehen deshalb an wissenschaftliche Einrichtungen im Land Niedersachsen. Ein Kuratorium entscheidet über die Vergabe der Gelder.

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