10.02.2017 | Von Die Stiftung

Wien: Think Tank und Erste Stiftung widmen sich EU-Zukunft

Mit den Hintergründen und Symptomen der aktuellen Krise der EU befasst sich ab sofort der Politologe und Balkanexperte Ivan Vejvoda in einem dreijährigen Forschungsprojekt am Wiener Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM). Die Initiative, die in Zusammenarbeit mit der „Erste Stiftung“, die auf die Wiener Erste Bank zurückgeht. erarbeitet wurde, trägt den Titel „Europe at Risk?“

Wohin entwickelt sich Europa, wohin die EU? Die liberale Demokratie wird momentan sowohl von innen als auch von außen auf eine Probe gestellt. Neben dem Vormarsch populistischer Parteien und dem Zunehmen nationalistischer Tendenzen gefährden Austrittsbestrebungen – Stichwort Brexit – die Stabilität und Zukunft des europäischen Projekts.

Kuratoriumsmitglied der Erste Stiftung

„In der historischen Phase, in der sich Europa derzeit befindet, ist es wichtiger denn je, demokratische Strukturen zu stärken und zivilgesellschaftliches Engagement zu fördern“, sagt der in Belgrad geborene Politologe mit Blick auf seine Aufgabe. Vejvoda ist als langjähriges Kuratoriumsmitglied der Erste Stiftung davon überzeugt, dass die Tradition und langjährige Erfahrung beider Institutionen in der Analyse demokratiepolitischer und gesellschaftlicher Entwicklungen die ideale Basis für dieses Forschungsvorhaben bilden. Neben der Vergabe von Forschungsstipendien sollen Dialog und wissenschaftlicher Austausch über die Grenzen Europas hinweg gestärkt werden.

Vejvoda war bisher Senior Vice President des „German Marshall Fund of the United States“ in Washington und leitete davor das „Balkan Trust Democracy“-Projekt des Marshall Funds, das sich der Stärkung der demokratischen Institutionen in Südosteuropa widmet.

www.iwm.at

www.erstestiftung.org

Artikel teilen