30.10.2014 | Von Die Stiftung

Bund gemeinnütziger Stiftungen in Wien vorgestellt

Am gestrigen Abend präsentierte sich im Wiener Strabag Kunstforum erstmals der jüngst gegründete Bund gemeinnütziger Stiftungen. Unter dem Motto „Österreich zum Blühen bringen“ will sich die Interessenvertretung für eine neue Stiftungskultur in Österreich einsetzen. Aufgrund mangelnder gesetzlicher Rahmenbedingungen spielen gemeinnützige Stiftungen in der Alpenrepublik nur eine untergeordnete Rolle: So gibt es 701 gemeinnützige Stiftungen, neben 2.609 eigennützigen Privatstiftungen. In der Schweiz existieren fast 13.000 gemeinnützige Stiftungen, in Deutschland rund 20.000. Dementsprechend gering fallen die Stiftungsausschüttungen beziehungsweise die Finanzierung des Dritten Sektors in Österreich aus.

Hieran soll sich nun einiges ändern: „Unser Ziel ist es, steuerrechtliche und gesetzliche Rahmenbedingungen nach dem Vorbild von Deutschland und der Schweiz zu schaffen, um das Einbringen von Vermögen in gemeinnützige Stiftungen zu erleichtern“, erläuterte Dr. Harald Katzmair, designierter Präsident des Bundes gemeinnütziger Stiftungen. Maßnahmen zur Förderung des zivilgesellschaftlichen Engagements stellte Dr. Harald Mahrer, Staatssekretär für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, in Aussicht: Geplant sei eine deutliche Vereinfachung des Bundesstiftungs- und Fondsgesetzes in Bezug auf die Errichtung gemeinnütziger Stiftungen wie auch eine vorteilhaftere steuerliche Behandlung gemeinnütziger Stiftungstätigkeit.

Auf dem Empfang vor rund 250 Stiftern und Vertretern aus Kultur, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik wurde daneben die Publikation „Gemeinnützige Stiftungen – wie wir Österreich zum Blühen bringen“ vorgestellt. Der gemeinsam von der Julius Raab Stiftung und der Erste Stiftung herausgegebene, sogenannte „Stiftungsatlas Österreich“ analysiert die Situation gemeinnütziger Stiftungen in der Alpenrepubik und zeigt Potenziale für das gemeinnützige Stiftungswesen auf.

 www.stiftungsbund.at

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