13.11.2017 | Von Die Stiftung

Schavan wird nicht Vorsitzende der Adenauer-Stiftung

Die ehemalige Bildungsministerin Annette Schavan hat eine Kandidatur für das Amt der Vorsitzenden der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung abgelehnt. Damit könnte der frühere Bundestagspräsident Norbert Lammert Nachfolger von Hans-Gert Pöttering werden.

Schavan
Annette Schavan und das Logo der KAS werden künftig wohl nicht häufiger gemeinsam zu sehen sein. Schavan wird doch nicht Vorsitzende der Adenauer-Stiftung . Foto: Laurence Chaperon CC BY-SA 3.0

Der Streit um den Vorsitz der Konrad-Adenauer-Stiftung scheint vorbei zu sein. Annette Schavan war als Gegenkandidatin zu Norbert Lammert im Gespräch. Jetzt hat sie der „Schwäbischen Zeitung“ gesagt, dass sie für den Vorsitz der Konrad-Adenauer-Stiftung nicht zur Verfügung stehe. Die 62-jährige ehemalige Bildungsministerin galt als Wunschkandidatin von Kanzlerin Angela Merkel. Der „Spiegel“ berichtete über einen internen Machtkampf um das Amt des Vorsitzenden.

Ablehnung gegenüber Schavan wegen des aberkannten Doktortitels

Derzeit ist Schavan deutsche Botschafterin im Vatikan. Ihre Kandidatur hatte für Kritik gesorgt. Ein ehemaliger Stipendiat der Adenauer-Stiftung lehnte sie mit Verweis auf den aberkannten Doktortitel für die Position ab.

Norbert Lammert gilt laut „Spiegel“ als Favorit von Hans-Gert Pöttering. Damit würde sich das Aufgabenspektrum des ehemaligen Bundestagspräsidenten ausweiten. Erst kürzlich wurde bekannt, dass Lammert Mitglied im Kuratorium der RAG-Stiftung wird. Die Wahl zum Vorsitzenden der Konrad-Adenauer-Stiftung findet am 1. Dezember statt.

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