10.11.2017 | Von Die Stiftung

Social-Reporting-Initiative lobt Jahresberichte

Social-Reporting-Initiative
Die Social Reporting Initiative (SRI) hat drei Organisationen für ihre Jahresabschlussberichte ausgezeichnet. Foto: Social Reporting Initiative

Die Social-Reporting-Initiative (SRI) hat die Albert-Schweitzer-Stiftung für unsere Mitwelt, den Verein Programm Klasse2000 e.V. sowie den Trägerkreis Junge Flüchtlinge e.V. mit dem SchlaU-Konzept für ihre herausragenden Jahresberichte gewürdigt, die nach dem Social-Reporting-Standard (SRS) angefertigt wurden.

Die drei „Social Reporting Champs 2017“ stachen gegenüber allen eingereichten Jahresberichten jeweils in unterschiedlichen Kategorien hervor. Jan Engelmann, Geschäftsführer der Social-Reporting-Initiative, zieht ein positives Fazit der diesjährigen Ausschreibung: „Sowohl die Zahl der Einreichungen als auch das Niveau der Berichte ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen.“ Die Auszeichnung wurde zum zweiten Mal vergeben, in diesem Jahr erstmals mit jeweils 2.000 Euro in drei Kategorien prämiert.

Die Social-Reporting-Initiative will Resultate sichtbar machen

Seit 2011 arbeitet eine Gruppe von Wissenschaftlern, sozialen Investoren und Non-Profit-Organisationen im Rahmen der Social-Reporting-Initiative (SRI) e.V. daran, die Resultate von Engagement im sozialen Sektor sichtbar und vergleichbar zu machen. Ein eigens dafür entwickelten Leitfaden – der Social-Reporting-Standard (SRS) – definiert Struktur und Inhalt für das Verfassen von Jahresberichten.

Der SRI e.V. prämiert jedes Jahr herausragende SRS-Anwenderberichte. Die Berichte müssen dafür eine kohärente Wirkungslogik und tatsächlich erreichte Wirkungen (Outcome oder Impact) enthalten und eine klar erkennbare Struktur nach SRS vorweisen. „Es ist sehr beeindruckend zu sehen, wie routiniert und klug gemeinnützige Akteure mittlerweile diese Aufgabe erledigen und dabei die Bedürfnisse unterschiedlichster Publika – Fördernde, Partnerorganisationen, Spendende, Mitarbeitende und anderweitig Interessierte – im Blick haben“, so Jurymitglied Sarah Ulrich von education Y.

Effizient zum Jahresbericht

„Die Evaluation unseres Wirkens hat von Beginn an eine zentrale Bedeutung unserer Arbeit eingenommen. Informationen lagen somit immer vor – diese interessant darzustellen, wurde uns durch den SRS spürbar erleichtert“, so Andrea Dokter von Klasse2000, dem Preisträger in der Kategorie Wirkungsbelege. Schon im vergangenen Jahr wurden sie lobend erwähnt, nun hat Klasse2000 bewiesen, dass sie den eigenen Anspruch an ständige Weiterentwicklung und bestmögliche Wirkung konsequent verfolgt.

Auch der Bericht der SchlaU-Schule wurde ausgezeichnet, in der Kategorie Organisation & Finanzen: „Dass wir immer auf das selbe Grundgerüst zurückgreifen können, erspart uns jedes Jahr extrem viel Zeit beim Erstellen des Jahresberichts – bei einem gleichbleibend hohen Maß an Professionalität“, erklärt Maximilian Schuster vom Trägerkreis Junge Flüchtlinge e.V.

Ein „SRS-Veteran“ überzeugte in der  Kategorie Wirkungsmodell. Bereits zum fünften Mal nutzte die Albert-Schweitzer-Stiftung für unsere Mitwelt den Leitfaden für ihren Jahresabschlussbericht: „Der SRS verleiht unseren Reportings einen roten Faden, der mit jedem Jahr deutlicher wird. Durch die Arbeit an dem Jahresbericht lernen wir immer etwas Neues dazu – beispielsweise, dass Zitate und O-Töne aus geförderten Organisationen durchaus auch als Wirkungsbelege gezählt werden können“, so Mahi Klosterhalfen, Geschäftsführer der Albert-Schweitzer-Stiftung.

Die gesamte Laudatio kann hier nachgelesen werden. Gelohnt habe sich die Teilnahme für alle Organisationen, so die Veranstalter: „Denn auch ohne Preisgeld erleichterte ihnen der SRS die unliebsame Aufgabe des Reportings deutlich.“

www.social-reporting-standard.de

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