17.05.2018 | Von Die Stiftung

VMI-Gehaltsstudie zu Stiftungen, Vereinen und Verbänden

So viel verdient man im Dritten Sektor: Die VMI-Gehaltsstudie 2017 berichtet über Vergütungen in der Schweiz. Doch wie es an der Spitze aussieht, bleibt im Dunkeln: Organisationen mit den höchsten Gehältern für Geschäftsleiter zeigen sich laut Nonprocons zurückhaltend.

VMI-Gehaltsstudie
Die Vergütungen reichen von nicht vorhanden bei Präsidenten bis über 200’000 Schweizer Franken bei Geschäftsleitern. Foto: hazard / pixelio.de

Laut einer Pressemitteilung von Nonprocons zur VMI-Gehaltsstudie verdienen 30 Prozent der Geschäftsleitenden von Stiftungen, Vereinen und Verbänden, die an der Studie teilgenommen haben, jährlich zwischen 125’000 und 150’000 Schweizer Franken, 26 Prozent zwischen 150’000 und 200’000 Franken und 22 Prozent zwischen 100’000 und 125’000 Franken. Die restlichen Anteile liegen über 200’000 beziehungsweise unter 125’000 Schweizer Franken. Der Median beträgt 135’000 Franken. Allerdings sei davon auszugehen, dass dieser Wert höher liegen dürfte. Denn Organisationen mit ausgesprochen hohen Geschäftsleitungsgehältern fehlten in der Studie. Bei diesen, so die Nonprocons, dürfte das Interesse an einem Vergütungsvergleich „nicht sehr ausgeprägt“ sein.

VMI-Gehaltsstudie: Mehr als die Hälfte der Präsidenten ohne Vergütung

52 Prozent der Präsidentinnen und Präsidenten von Stiftungen und Vereinen beziehen gar keine Vergütung, 10 Prozent zwischen 2’000 und 5’000 Schweizer Franken und weitere 10 Prozent zwischen 5’000 und 10’000 Franken. 16 Prozent haben eine höhere Vergütung als 10’000 Franken, 12 Prozent eine solche bis zu 2’000 Franken. Der mittlere Wert liegt bei 6’000 Franken im Jahr.

Leistungsabhängige Gehälter der Geschäftsleitenden spielen laut der Studie eine untergeordnete Rolle, wobei bei den Hilfswerken immerhin 13 Prozent ein solches System praktizieren. „Bei den Hilfswerken nimmt die Vergütungswahrscheinlichkeit [ehrenamtlicher Vorstände und Stiftungsräte] mit steigender Spendenabhängigkeit bei sonst vergleichbaren Voraussetzungen ab“, so die Mitteilung. Neu ist der Lohnrechner, mit dessen Hilfe sich für eine konkrete Geschäftsleitungsposition das sektorübliche Gehalt schätzen lässt.

Die Studie ist kostenpflichtig zu erhalten unter www.vmi.ch/de/38-forschungsreihe.html

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