07.07.2017 | Von Die Stiftung

Fake-News erkennen und richtig reagieren

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Zeitungsente: Nicht jede Falschmeldung ist gleich automatisch Fake-News. (Urheber: birgitH/pixelio.de)

Im Dezember letzten Jahres war es die Stiftung „Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe“, die von einer Falschmeldung im Netz betroffen war: Auf Facebook und Whats App wurde vor einer CD mit Liedern und Texten aus dem Koran gewarnt, die angeblich Giftstoffe enthalten sollte. Fake-News. Die Falschmeldung zeigte auch noch einen Briefumschlag der Stiftung, mit dem Mitte November eine Weihnachts-CD an Spender versandt wurde (die-stiftung.de berichtete).

Auch wenn dieser Vorfall sicherlich ein besonders krasser ist, zeigt er doch, dass auch vermeintlich unpolitische Organisationen wie Stiftungen ins Visier von Falschmeldungen geraten können. Aber natürlich ist auch nicht jede Falschmeldung automatisch gleich Fake-News.

Wie schmal dieser Grat aber sein kann, zeigt sich aktuell in Österreich: Ein Aufdecker-Journalist zieht dort gegen einen Parteifunktionär vor Gericht, weil dieser ihm im Zusammenhang mit der mittlerweile aufgelösten Pröll-Privatstiftung „Fake-News” vorgeworfen hatte. Die Gegenseite wiederum stößt sich an mutmaßlich falschen Aussagen in einem Text des Journalisten. Bei einem ersten Gerichtstermin kam es zu keiner Lösung, für Ende September ist ein weiterer Termin angesetzt.

Was Fake-News sind, wie man sie erkennt wie sich Betroffene dagegen wehren oder ihnen auch vorbeugen können, das hat der Berufsverband der Rechtsjournalisten nun in einem neuen, kostenfreien Ratgeber zusammengestellt. „Fake-News: Wenn von der Wahrheit kein Körnchen übrig bleibt” kann unter www.anwalt.org/fake-news/ heruntergeladen werden.

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