16.03.2017 | Von Die Stiftung

„Mama was hast Du?“

Im Gespräch mit Kathrin Spielvogel (Rexrodt von Fircks Stiftung) darüber, wie die Organisation von Krebs betroffene Mütter und ihre Kinder begleitet


Dieses Interview ist Teil der Interviewserie zum Münchner Stiftungsfrühling (MSF).


DIE STIFTUNG: Was ist Ihr Stiftungszweck und wie üben Sie ihn aus?
Kathrin Spielvogel: Die Rexrodt von Fircks Stiftung entwickelt, finanziert und fördert einzigartige Rehamaßnahmen für an Krebs erkrankte Mütter und ihre Kinder. 500.000 Menschen erkranken in Deutschland jedes Jahr an Krebs. Jeder dritte Krebskranke hat zur Zeit der Diagnosestellung Kinder, die noch zu Hause leben und unter 16 sind. Insgesamt sind rund 250.000 Kinder durch die Erkrankung eines Elternteils jährlich neu betroffen. Die Hälfte der Kinder lebt im Schatten der sich überstürzenden Ereignisse. Ohne Intervention entwickeln diese Kinder Verhaltensauffälligkeiten und auch körperliche Symptome. Ein Drittel der Kinder hat psychische Störungen, die behandlungsbedürftig sind. In unseren ganzheitlichen Rehabilitations- und Kurmaßnahmen, welche in Grömitz, Scheidegg (Allgäu) und in Friedrichskoog umgesetzt werden, behandeln wir jährlich rund 800 Familien. Begleitende Studien haben eindrücklich belegt, dass sich durch unsere Maßnahmen sowohl die Lebensqualität der Betroffenen nach der Erkrankung deutlich verbessert, als auch die mitbetroffenen Kinder vorbeugend positiv beeinflusst werden – gesundheitlich, psychisch und auf die schulischen Leistungen bezogen. Genau das ist unser Ziel.

DIE STIFTUNG: Womit wollen Sie die Besucher des MSF 2017 für Ihre Arbeit begeistern?
Spielvogel: Wir haben wunderbarerweise gleich zwei Veranstaltungen: Samstag um 10.00 Uhr liest Stiftungsgründerin Annette Rexrodt von Fircks bewegende und unterhaltsame Passagen aus ihren Büchern: „Ich brauche Euch zum Leben“ und „Dem Krebs davon leben“. Um 14.00 Uhr folgt dann eine Interviewrunde mit Betroffenen und Frau Dr. Würstlein zum Thema „Mama was hast Du?“- über den innerfamiliären Umgang mit Krebs. Da jeder von uns einen Schutzengel braucht, können sich alle, die Lust dazu haben, an unserem Stand D 17 im Auditorium Schutzengelarmbänder basteln. Für Fragen und Informationen steht dort auch das gesamte Stiftungsteam bereit.

DIE STIFTUNG: Was wünschen Sie sich für den MSF 2017?
Spielvogel: Für den MSF wünschen wir den Veranstaltern eine hohe Besucherzahl und tolle Berichterstattung. Ein so großes Event braucht viel Vorbereitung und Herzblut, um so professionell durchgeführt zu werden.
Wir wünschen uns viele engagierte Menschen in unseren Veranstaltungen, die sehen, dass die besondere Bedürfnislage von Müttern mit Krebs und ihren Kindern, besondere Maßnahmen erfordert. Deshalb gibt es unsere Projekte, für die wir jeden benötigten Cent pro Jahr aufs Neue einsammeln. Dafür braucht es leidenschaftliche Unterstützer, damit wir auch zukünftig so vielen Familien helfen können. Wir freuen uns auf Sie!

www.rvfs.de

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Kathrin Spielvogel
ist zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Rexrodt von Fircks Stiftungen.

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