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Stiftungsaufsichten im Portrait

Wer steckt eigentlich hinter den Behörden, die jedes Jahr Hunderte Stiftungen „auf die Welt bringen“. In der Reihe „Stiftungsaufsichten stellen sich vor“ gehen wir seit Herbst 2009 dieser Frage nach. In jeder Ausgabe präsentiert eine deutsche Stiftungsbehörde die eigene Arbeit und das von ihr betreute Einzugsgebiet – oft mit mehr Lokalkolorit als in einer Tatort-Folge. Werfen Sie einen Blick in unser Archiv!

Bayerisch Schwaben: Der Tradition verpflichtet, in die Zukunft gerichtet

In bayerisch Schwaben - grob umrissen: von der Donau bis zu den Alpen, von der Iller bis zum Lech - liegt Stiften schon lange im Trend: Bereits die Fuggerei als älteste erhaltene Sozialsiedlung der Welt geht auf eine Stiftung des Augsburger Kaufmanns Jakob Fugger zurück. 96 der mittlerweile 538 Stiftungen stammen aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg; andererseits kamen allein im vergangenen Jahrzehnt mehr als 200 neue hinzu. Sie alle begleitet die Regierung von Schwaben in Augsburg als Stiftungsaufsicht.

Regierungsbezirk Münster: Stiften von A bis Z

Die Stiftungslandschaft im Regierungsbezirk zeichnet sich vor allem durch ihre Vielfältigkeit aus. Die Ziele derrund 500 gemeinnützigen Stiftungen reichen von A bis Z: Von der Aids-Stiftung bis zu einer Stiftung zurFörderung der Zivilcourage ist der Dritte Sektor gut aufgestellt. Ob Kultur oder Tourismus, Wissenschaft undForschung – es gibt kaum Lebensbereiche, die vom Stiftungsgedanken nicht erfasst werden. DieBezirksregierung Münster möchte den Stiftungen dabei in erster Linie als Dienstleister beratend zur Seite stehen.

Stiftungsaufsicht Hamburg: Hamburg, Deutschlands Stiftungsstadt

Die Freie und Hansestadt Hamburg betreut mit Abstand die meisten selbstständigen Stiftungen. Auch gibt es gegenwärtig in keiner Stadt mehr Anerkennungen: 2007 waren es 67, und selbst in den Krisenjahren 2008 und 2009 gab es 56 und 35 Neugründungen.

Regierungspräsidium Kassel: Stiften gehen in Nord- und Osthessen

Auch in strukturschwächeren Regionen wie Nord- und Osthessen entstehen Stiftungen – und das in wachsender Zahl. Waren hier 1990 noch 80 rechtsfähige Stiftungen zu beaufsichtigen, sind es zurzeit schon 250. Und jedes Jahr kommen im Durchschnitt zehn neue dazu. 

Regierungsbezirk Köln: Stifter im Rheinland halten zusammen

950 Stiftungen mit Sitz im Regierungsbezirk Köln, davon viele mit überregionaler Bedeutung, bereichern durch ihre gemeinnützige Tätigkeit das Leben in unserer Gesellschaft. Die Organisationen sind auch untereinander stark vernetzt und bewerben die Idee des Stiftens in der Öffentlichkeit. 

Sachsen-Anhalt: Wiederaufnahme einer ehemals reichen Tradition

1947 waren auf dem Gebiet des Landes Sachsen-Anhalt noch ca. 1.800 Stiftungen registriert. Mehr als 600 Stiftungen wurden bis ca. 1960 aufgelöst. Das Schicksal von mehreren hundert Stiftungen ist nach wie vor ungewiss.