03.10.2017 | Von Die Stiftung

Zusammenarbeit als Potential

Für die Hilti Foundation ist das Thema Zusammenarbeit ein zentrales Leitmotiv. Dies spiegelt sich auf verschiedenen Ebenen wider: intern in der Form, wie die Förderstiftung die von ihr unterstützen Projekte begleitet, extern in der Kooperation mit anderen Stiftungen.

Zusammenarbeit
Wer gemeinsam baut, baut höher - das gilt auch für die Zusammenarbeit von Stiftungen, weshalb die Hilti Foundation fördert und kooperiert. Foto: www.helenesouza.com / pixelio.de

Nicht nur finanziell unterstützt die Hilti Foundation ihre Partnerprojekte.  Auch die Pflege einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit spielt eine zentrale Rolle. Das Ziel ist es dabei, vorhandene Potentiale zu fördern und durch entsprechenden Know-how-Transfer zu einer erfolgreichen Entwicklung der Projekte beizutragen. Begünstigt wird dieses Vorhaben dadurch, dass sich die Hilti Foundation in ihrer Arbeit auf wenige ausgewählte Themenbereiche konzentriert. Know-how-Transfer findet dadurch nicht nur zwischen Stiftung und Projekten, sondern auch zwischen den verschiedenen Programmen eines Themenbereiches statt. Dadurch entstandene Netzwerke ermöglichen wiederum eine Zusammenarbeit über Projekt- und geografische Grenzen hinaus.

Wenn Stiftungen kooperieren

In der Zusammenarbeit von Stiftungen steckt dieser Ansatz generell meist noch in den Kinderschuhen. Hier beschränkt sich das Thema Kooperation oft auf das gemeinsame Finanzieren ein- und desselben Projektes. Es gibt aber durchaus auch Beispiele, in denen Stiftungszusammenarbeit weit über das Finanzielle hinausgeht, wie etwa die Kooperation der Hilti Foundation mit einer niederländischen Partnerstiftung, die  nicht namentlich genannt werden möchte.

Ausgangspunkt der Partnerschaft war, wie so oft, das gemeinsame Interesse an ein- und demselben Themenbereich:  gesellschaftliche Veränderung durch Kunst und Kultur. Förderlich war von Anfang an die gute persönliche Beziehung zwischen den verantwortlichen Personen. Dadurch entstand schnell eine Vertrauensbasis – die Grundlage dafür, erfolgreich gemeinsam zu denken und zu handeln.

Gemeinsames Know-how und enger Austausch

Doch für die konkrete Zusammenarbeit spielen noch weitere Faktoren eine Rolle. Zum einen die Bereitschaft, unterschiedliche Wissensschwerpunkte und vorhandene Erfahrungswerte beider Seiten zusammenzulegen. Bei der Hilti Foundation sind das unter anderem ein fundiertes Know-how und ein weites Netzwerk im Bereich Kunst, Kultur und Fundraising. Bei der Partnerstiftung ist es grosses methodisches und strukturelles Wissen in der Stiftungsarbeit sowie langjährige Erfahrung in der Community Arbeit mit sozial benachteiligten Gruppen. Um diese Synergieeffekte bestmöglich zu nutzen, pflegen die Stiftungen bei der Auswahl von Projekten einen engen Austausch, vor allem bei der Formulierung und Beurteilung von Zielsetzungen. Auch bei der Evaluierung von Erfolgspotentialen und beim Aufzeigen von Schwachstellen in den Strategien der Projekte ist das gemeinsame Know-how von Vorteil.

Ergänzende Zusammenarbeit

Eine konsequente Zusammenarbeit ist allerdings nicht zwingend gleichbedeutend damit, dass beide Stiftungen immer ein- und dasselbe Projekt zur selben Zeit unterstützen. Eine Stiftung kann die andere durchaus auch in einem Engagement ablösen und so dafür sorgen, dass Projekte ohne Unterbrechung weiterarbeiten können. Dies gibt den Partnerstiftungen die Möglichkeit, längerfristig und im Sinne der begünstigten Projekte zu planen und gleichzeitig die Abhängigkeiten zwischen Projekt und Stiftung geringer zu halten. Im Idealfall entsteht eine Win-win-Situation für die Stiftungen selbst sowie die begünstigten Projekte.

Ausschlaggebend dafür, wie gut eine Zusammenarbeit funktioniert ist und bleibt aber letztendlich immer die Grundeinstellung beider Partner. Was es braucht ist eine Open-Source-Strategie – also die Bereitschaft, sich in die Karten schauen zu lassen.

Zusammenarbeit
Foto: ©Montagsforum Dornbirn

Zur Autorin: Dr. Christine Rhomberg ist Managing Director bei der Hilti Foundation. Die in Liechtenstein ansässige Stiftung wurde 1996 gegründet. Sie wird getragen von der Hilti Gruppe sowie vom Martin Hilti Familien-Trust als Alleinaktionär der Gruppe. In dieser Konstellation erfüllt die Stiftung auch einen Teil der Corporate Social Responsibility des Unternehmens und teilt mit diesem die generelle Zielsetzung, eine bessere Zukunft zu bauen.

Dieser Beitrag ist Teil der Themenwoche „Kooperationen“ von DIE STIFTUNG und dem Jahrespartner „Vereinigung liechtensteinischer gemeinnütziger Stiftungen (VLGS)“.

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