07.10.2014 | Von Die Stiftung

Der Transparenzbericht für Stiftungsfonds

Der Wunsch nach mehr Transparenz ist nicht nur ein vorübergehender Zeitgeist – Transparenz ist elementar wichtig, um Qualität zu demonstrieren. Wie sonst kann man als Vermögensverwalter nachweisen, dass man den Auftrag seiner Stiftung versteht und erfüllt? Wer der Transparenz aus dem Wege geht, darf nur noch auf blindes Vertrauen hoffen. Die notwendige Transparenz wird deshalb immer mehr zum Wettbewerbsvorteil. Denn kein Auftraggeber vertraut sein Vermögen einer Black Box an.
Von Alexander Etterer und Sissy Koch

 

Um die vielfach geforderte Transparenz in der Vermögensverwaltung voranzubringen und für Stiftungen und andere Anleger leichter verfügbar zu machen, bündelt Rödl & Partner seit nunmehr drei Jahren die wichtigen Informationen in einem Transparenzbericht. Dabei ist es lohnenswert, sich auch die einzelnen Teile der geforderten Transparenzkultur vor Augen zu führen. Diese gliedern sich in drei wesentliche Teile: (1) Zusammenfassende Darstellung der Allgemeinen Fondsinformationen, (2) aktuelle, quartalsweise Fondsinformationen und (3) fonds- und stiftungsspezifische Prüfungshandlungen. Darüber ist der Transparenzbericht ein zentrales Informationsinstrument, mit dem eine Stiftung erfährt, was mit ihrem Geld in einem Fonds passiert. Dies ist umso wichtiger, als dass Stiftungsvorstände intern Anlageentscheidungen immer stärker verargumentieren müssen und hierfür auch aus Haftungsgründen tragfähige Grundlagen benötigen. Die drei Eckpfeiler des Transparenzberichts bereiten diese Informationen nachvollziehbar auf.

1. Zusammenfassende Darstellung der Allgemeinen Fondsinformationen
Im Transparenzbericht werden die allgemeinen Fondsinformationen aus dem Verkaufsprospekt, den Wesentlichen Anlegerinformationen/Produktinformationsblatt, dem Jahresbericht/Halbjahresbericht und dem Fondsfactsheet anlegerorientiert verdichtet und durch Managementinformationen, die aus Gesprächen mit dem Fondsmanagement hervorgehen, ergänzt. Zu den allgemeinen Fondsinformationen gehören unter anderem: Investmentphilosophie & Managementteam, Anlageziele & Anlagepolitik, Investmentprozess, Fondsspezifische Besonderheiten, Fondsmerkmale in der Übersicht.

 

Best Practice – so profitiert die Stiftung:

  • Komprimierte Aufbereitung von vorhandenen Informationen aus dem Verkaufsprospekt und dem Produktinformationsblatt
  • Zusammenfassung aus den Gesprächen mit dem Fondsmanagement
  • Anlegerorientierte, verständliche Darstellungen (Grafiken & Text), die dem Leser ein hohes Maß an Verständnis und Einsicht in das Anlagemanagement des Stiftungsfonds geben
  • Spezifische Informationen zu den Besonderheiten des jeweiligen Stiftungsfonds

 

Daneben muss diese allgemeine Darstellung um konkrete Angaben und Fakten ergänzt werden, damit ein umfassendes Bild des Fonds gezeichnet werden kann. Jeder Fonds hat beispielsweise seine eigene Asset Allocation, und jede Asset Allocation erzählt ihre eigene Geschichte. Es gilt also nun, in einem zweiten Schritt hinter die Kulissen einer jeden „Geschichte“ zu blicken.

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