24.11.2017 | Von Die Stiftung

STIIX: Jede vierte Stiftung tauscht sich nicht aus

Der STIIX Stiftungsindex veröffentlichte die Ergebnisse für das dritte Quartal dieses Jahres. Schwerpunkte der Befragung lagen dieses Mal auf Netzwerk, Öffentlichkeitsarbeit und Zufriedenheit.

STIIX Umfrage 3. Quartal 2017 - Netzwerk
Die Mehrheit der Stiftungen hält Netzwerken für sinnvoll, doch knapp 25 tauschen sich nie mit anderen aus. Grafik: STIIX

Die Erfüllungsquote des Stiftungszwecks hat sich um fünf Prozentpunkte erhöht und markiert dadurch einen erfreulichen Anstieg im Vergleich zum Vorquartal (die-stiftung.de berichtete). Auch im Vergleich zum Vorjahr steht mit vier Prozentpunkten ein Plus zu Buche. Die Umfrageteilnehmer konnten sich im Schnitt über eine gestiegene Rendite freuen, auch wenn sie im Vergleich zum Vorjahr noch 0,90 Prozentpunkte niedriger liegt. Das zeigen die Ergebnisse des STIIX Stiftungsindex für das dritte Quartal 2017.

Die Zusammensetzung des Stiftungsvermögens hat sich im Vergleich zum Vorquartal in mehreren Punkten geändert. Zum Beispiel zeigt der Anteil der festverzinslichen Papiere eine recht deutliche Steigerung von fünf Prozentpunkten auf 31 Prozent sowie der Aktienanteil eine Steigerung von drei Punkten auf 22 Prozent. Besonders fällt im gleichen Zeitraum die Reduzierung der Immobilienquote um sieben Punkte auf.

STIIX zeigt zufriedene Stiftungen

Die Balken für „zufrieden“ ragen hoch hinauf bei den Diagrammen zur Zufriedenheit. Eine Steigerung der Zufriedenheit um weitere vier Prozentpunkte führt dazu, dass nur noch circa ein Prozent der Teilnehmer unzufrieden mit ihrer Aufgabe für die Stiftung sind. Bezüglich der finanziellen Ausstattung ihrer Stiftung sind nicht alle ganz zufrieden – aber da hat es im Vergleich zu 2016 keine großen Veränderungen ergeben. Mit der externen Unterstützung – Verbänden und Gesetzgebern etwa – sind 32 Prozent nicht zufrieden oder sogar unzufrieden. Im Vergleich zu 2016 ergibt sich hier eine Reduzierung von fünf Prozentpunkten.

Gemeinsame Projekte zumeist erfolgreich

Ein weiterer Schwerpunkt der Befragung lag in diesem Quartal auf dem Netzwerkgedanken: Zwar habe die Wichtigkeit des Netzwerkgedankens nicht mehr den Spitzenwert der letztjährigen Auswertung, aber dennoch schätzen ihn nur weniger als zehn Prozent als nicht sinnvoll ein. Knapp ein Viertel der befragten Stiftungen tauscht sich mit keiner einzigen anderen Stiftung aus, der größte Teil der Stiftungen mit ein bis zwei weiteren Stiftungen. Gemeinsame Projekte werden von weniger als der Hälfte der Stiftungen durchgeführt. „Wenn allerdings Projekte zusammen realisiert werden, dann auch zumeist erfolgreich. Dies mag auch der Grund dafür sein, dass die Anzahl der Stiftungen mit drei bis fünf gemeinsamen Projekten gestiegen ist“, so die Autoren des STIIX.

Öffentlichkeitsarbeit im Netz

Die Anzahl der Stiftungen, die Öffentlichkeitsarbeit betreiben, hat sich im Jahresvergleich kaum verändert und liegt damit noch immer zwischen den Werten aus 2014 und 2015. Knapp 29 Prozent verzichten ganz auf diese Ausgabe. Das wichtigste Instrument ist nach wie vor die Website, mit weitem Abstand gefolgt von Veranstaltungen. Letztere werden jedoch als sehr wirksam eingeschätzt. Auffällig im Vergleich zu den Vorjahren ist die Steigerung der Wirksamkeit von Briefen: 35 Prozent der Teilnehmer 2017 sehen diese als „sehr wirksam“ an.

Die Methodik des STIIX Stiftungsindex

Die P&S Vermögensberatungs AG führt seit 2014 die anonyme Umfrage zum Stiftungsindex STIIX durch. Eingeladen werden ca. 6.000 Stiftungen, der Rücklauf liegt relativ konstant bei über 120 Teilnehmern. 2014 und 2015 fand die Umfrage im monatlichen Turnus statt, seit 2016 vierteljährlich. Teilnehmer an der Umfrage zum STIIX-Index erhalten kostenfrei eine ausführliche Auswertung der Ergebnisse. Weiterführende Infos unter www.stiix.de.

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