21.01.2015 | Von Die Stiftung

Zustiftung: Zustiften statt Stiftung Gründen

Eine Zustiftung ist lediglich eine Zuwendung in das Vermögen einer bereits bestehenden Stiftung. Die Zustiftung ist immer dann eine Alternative zur Stiftung, wenn sich eine Person finanziell für einen bestimmten Zweck engagieren oder bestimmte Projekte fördern will. Diese Form der finanziellen Zuwendung nutzen Personen, die keine eigene Stiftung gründen möchten, weil ihnen der Aufwand für die Gründung zu hoch ist.

Mit einer Zustiftung erwirbt die Person, die zustiftet keine Rechte an der Stiftung. Der Zustifter steht lediglich zu den Projekten und der Arbeit der Stiftung, die er mit seiner Zustiftung bedenkt. Auf diese Art kann der Zustifter mit einem geringen Zeitaufwand Projekte seiner Wahl aus allen Bereichen des Lebens finanziell fördern.

Anders als Spenden sind zugestiftete Mittel nicht zeitnah für die Verwendung vorgesehen. Wer zustiftet, führt Teile seines Vermögens einer bereits bestehenden Stiftung zu. Das Stiftungsvermögen wächst. Es kann durch gezielten Einsatz höhere Erträge erwirtschaften und somit den Zweck der Stiftung langfristig verfolgen.

Bei Zustiftungen besteht für den Zustifter ein erweiterter Sonderausgabenabzug im Steuerrecht. Auf Antrag kann der Zustifter im Jahr der Zustiftung und weitere neun Jahre darauf bis zu einer Million Euro geltend machen.

Interessierte können sich zum Thema Zustiftung beim Bundesverband Deutscher Stiftungen beraten lassen. Hier gibt es auch einen Überblick über existierende Stiftungen, die für eine Zustiftung zur Auswahl stehen.

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