In Deutschland spenden viele Menschen. Mindestens genauso viele Projekte gibt es, die unterstützt werden können. Wie aber trifft man eine Auswahl? Zwei Schülerpraktikantinnen der Redaktion DIE STIFTUNG haben sich in Köln umgesehen und stellen drei gemeinnützige Organisationen vor, die sich für bedürftige Familien einsetzen.

Im Alltag vergisst man oft, wie gut es einem selbst geht. Gerade in der Zeit um Weihnachten denkt man aber an Familien, die ihr Leben nicht immer so genießen können. In der Stadt Köln ist das Angebot an Hilfsorganisationen groß. Drei Beispiele zeigen, wie unterschiedliche Projekte es für bedürftige Familien gibt.

Köln hilft trotz Corona

Die Weißer-Rheinbogen-Stiftung zum Beispiel hilft in den Kölner Gemeinden Rodenkirchen, Weiß und Sürth. Sie wurde im November 2011 gegründet und hat bis heute 82 Projekte mit Ausgaben in Höhe von ungefähr 87.400 Euro durchgeführt. Im Vordergrund der Förderung stehen Chancengleichheit in der Bildung, Aufrechterhaltung des Lebensstandards im Alter und Unterstützung in hilfsbedürftigen Lebenslagen. Für Kita- und Schulkinder unterstützt sie beispielsweise das Projekt „Mut tut gut“, das an Grundschulen das soziale und respektvolle Miteinander von Kindern fördert. Mit dem Organisieren von Freizeitbeschäftigungen und Ferienfreizeiten setzt sie sich für Jugendliche ein, deren Familien für solche Aktivitäten keine Mittel aufbringen können. Auch im zweiten Corona-Winter lässt die Stiftung Weihnachtsaktionen nicht ausfallen. Bereits am 10. Dezember erhielten bedürftige Familien – je nach Personenanzahl – einen Wareneinkaufsgutschein für Lebensmittel, Kleidung, Drogerieartikel, Bücher und Spielzeug, erzählt ein ehrenamtlicher Mitarbeiter am Telefon. An Heiligabend verkleidete sich eine ehrenamtliche Person als Weihnachtsmann und verteilte persönlich ausgesuchte Geschenke.

Alles für die Pänz

Die Organisation „Wir für Pänz“ kümmert sich unter der Leitung von Petra Gast seit 1989 um Familien mit Kindern, die durch chronische Krankheiten, Behinderungen oder Armut benachteiligt sind. „Pänz“ ist im rheinischen Dialekt das Wort für „Kinder“. Mittlerweile bietet die Organisation ein sehr breites Spektrum an Leistungen an. Zum Beispiel gibt es ein Beratungszentrum zu den Themen Kinder, Gesundheit, Krankheiten und Behinderungen. Die Stiftung verhilft zu Schul- und Kindergartenbetreuung und ambulanter Kinder- und Jugendhilfe. Die Mitglieder des Vereins leisten außerdem familienentlastenden Dienst. Mit zahlreichen Projekten unterstützt Wir für Pänz die Kinderwelt. Mit der im Januar 2019 neu eingerichteten „Werkstatt für Pänz“ werden Kindern und Jugendlichen mit und ohne Einschränkungen offene und kreative Gruppen zum Kochen, Werken, Basteln und textilen Gestalten angeboten. Seit 2019 gibt es außerdem die Eltern-Kind-Gruppen „Kleine Pänz – starke Familien“, durch die Eltern und Kinder in Kölner Armutswohngebieten unterstützt werden. Das Projekt „Sternenpänz“ aus demselben Jahr richtet sich an Familien mit unheilbar erkrankten Kindern. 2020 gründete Wir für Pänz außerdem den Arbeitskreis „Fachpersonalmangel in der Kinderkrankenpflege“.

Wege finden

Ein weiterer gemeinnütziger Verein ist Kleine Hilfe Köln, dessen Motto lautet: Kölner helfen Kölnern. Reiner Hennecke hat 2001 Kleine Hilfe Köln durch eine Hilfsaktion für einen gelähmten Jungen ins Leben gerufen. Ziel ist es heute, bedürftigen und in Not geratenen Menschen schwerpunktmäßig in näherer Umgebung zu helfen. Vor allem geht es hier jedoch um Familien und Kinder in schwierigen Situationen. Die Organisation konzentriert sich besonders auf Einzelfälle und war auch im Jahr 2021 aktiv. Beispielsweise wurde im Februar einer alleinerziehenden Mutter, der es nach einem kurzfristigen Umzug an Möbeln fehlte, zu einem neuen Inventar verholfen. Einer jungen Frau wurde im März ein Laptop für ihre Ausbildung im Home-Schooling während der Pandemie organisiert. Des Weiteren unterstützte und beriet die Organisation eine bedürftige fünfköpfige Familie beim Lebensmitteleinkauf und erwarb für einen Herrn eine besondere Brille, die er dringend für seine Arbeit benötigte.

Diese drei Beispiele zeigen: Es gibt immer eine Möglichkeit zur lokalen Hilfe. Nicht nur in der Weihnachtszeit.

*Felicia Blum Paulino und Jule Gerz gehen in die achte Klasse und haben ein eintägiges Praktikum zur Berufsorientierung in der Redaktion von DIE STIFTUNG absolviert.

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