Alljährlich zeichnet der Verlag Fuchsbriefe Vermögensverwalter nach bestimmten Kriterien aus, welche dann auf dem Private Banking Gipfel verkündet und gefeiert werden. In diesem Jahr stand dies ganz unter dem Motto der “Rezepte gegen den Zins-Schock”.

Zu Beginn der Auswertung wurden zunächst Testkunden zu 83 verschiedenen Banken und Vermögensverwaltern geschickt. War die Beratung rund um das Thema „Rezepte gegen den Zinsschock“ angemessen, konnten sich die Häuser für die weitere Untersuchung qualifizieren. Ralf Vielhaber, Chefredakteur des FUCHS-Report meinte hierzu: „Das Niveau der Beratungsgespräche kann sich sehen lassen. 32 Anbieter haben voll überzeugt, acht erreichten die Note ‚Sehr gut‘. Wirklich enttäuscht verließen die Testkunden fünfzehnmal den Beratungsraum.“ Denn gerade die Dokumentation der Beratung wurde oft als unzureichend eingestuft, zudem greifen viele auf stark standardisierte Produkte von der Stande zurück. Dr. Jörg Richter, Geschäftsführer des Instituts für Qualitätssicherung und Prüfung von Finanzdienstleistungen, äußerte hierzu seine Bedenken. „Es stimmt nachdenklich, dass selbst Vermögende mit siebenstelligen Anlagevolumina vielerorts mit mehr oder weniger Standardware abgespeist wurden.“

Rezepte gegen den Zinsschock und ausreichend individuelle Beratung

Die 41 Kandidaten, die sich qualifizieren konnten, wurden dann genauer untersucht. Im Vordergrund standen vor allem die Fragen, wie die Strategie aussieht, wenn die Zinsen wieder steigen, wie die Informationspolitik generell und bei besonderen Vorkommnissen des Hauses aussieht, beispielsweise bei stark fallenden Märkten, welche Gebührenstrukturen vorliegen und welche Performance bei der Anforderung von 4% Bruttorendite, maximal 15% Verlust und Resistenz gegen Zinsschocks erzielt wird. Das Thema ist sehr aktuell, da angesichts einer steigenden Inflation und Signalen zu steigenden Zinsen in den USA und der zunehmenden Stabilisierung der Wirtschaft in anderen Ländern dieser Welt viele auch für Deutschland moderate Zinsanstiege erwarten.

Obwohl insgesamt die Leistungen im aktuellen Jahr nicht die des Vorjahres erreichten, konnten sich die deutschen Anbieter verbessern, ebenso wie die Schweizer Adressen. Auch schneiden die Häuser aus Liechtenstein und Luxemburg insgesamt gut ab. Bemerkenswert ist zudem, dass Inhabergeführte Privatbanken gegenüber anderen Wettbewerbern deutlich besser abschneiden. Als „sehr gut“ wurden ausgezeichnet: Das Bankhaus Carl Spängler aus Österreich, die LGT Bank, die Bank Gutmann, die DZ Privatbank, Sal. Oppenheim, DekaBank Deutsche Girozentrale Luxembourg, die Globalance Bank, Berenberg, die Walser Privatbank, die Bank Vontobel Europe, die Neue Bank, die LGT Bank (Österreich) sowie die Hamburger Sparkasse.

Weiterhin interessant ist die Ewige Bestenliste Vermögensmanagement und wie diese sich entwickelt hat. Diese zeigt die Leistungskonstanz der einzelnen Häuser in den letzten fünf Jahren. Zum vierten Mal (mit einem Jahr Unterbrechung) liegt hier die DZ Privatbank weit vorne.

Die einzelnen Ergebnisse können eingesehen werden auf der Webseite des Verlags. Über einzelne Platzierungen wird auch auf Nachfrage Auskunft erteilt.

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