Fundraising ist nicht einfach. Fundraising ist vom digitalen Wandel betroffen. Und Fundraising sollte eine Herzensangelegenheit sein. Das sind einige der grundlegenden Erkenntnisse des 8. SwissFundraising Day des gleichnamigen Verbands, welcher am 23. Juni in Bern stattfand.

Fundraising ist nicht einfach. Fundraising ist vom digitalen Wandel betroffen. Und Fundraising sollte eine Herzensangelegenheit sein. Das sind einige der grundlegenden Erkenntnisse des 8. SwissFundraising Day des gleichnamigen Verbands, welcher am 23. Juni in Bern stattfand.
Von Martina Benz

 

Vor wunderbarer Kulisse beschäftigten sich am sonnigen 23. Juni bei über 30 Grad rund 280 Fundraiser im Kursaal in Bern damit, wie man am besten Gelder für den guten Zweck sammelt. Denn das ist manchmal gar nicht so einfach, wie Alexander Buchinger von der fc group in Wien bei der ersten Keynote des diesjährigen SwissFundraisingDay darstellte: „Neuspender-Gewinnung ist schwierig und teuer“. Und auch die zweite Spende zu generieren wird laut dem Fundraising Experte schwieriger. Umso wichtiger sei deshalb die Spenderbindung. Hierbei müsse der Spender immer im Mittelpunkt stehen, auch in der Kommunikation.

Auch neue Möglichkeiten des digitalen Zeitalters, wie zum Beispiel Crowdfunding, und die Social Businesses als Alternative, um soziale Probleme zu lösen, kamen in seinem Vortrag zur Sprache. Doch trotz aller digitalen Neuerungen, war auch hier wieder einmal die Botschaft: „Der Spendenbrief wird nicht sterben“. Denn die Babyboomer aus den Jahren 1943 bis 1964 werden laut ihm bis 2035 die Mehrheit der Spender ausmachen – und diese sind noch mit Papier aufgewachsen.

Dennoch war ein ganzer Programmpunkt des Tages dem Thema Crowdfunding gewidmet. Am frühen Nachmittag wurden drei Fallbeispiele präsentiert: Von Vertretern von Greenpeace, der Plattform „wemakeit“ sowie den Sozialwerken Pfarrer Sieber. „Sprechen wir über Liebe!“. Mit diesen Worten eröffnete Dan Schaefler (Greenpeace) seinen Vortrag zur Inhouse-Crowdfunding Lösung von Greenpeace vor gut gefülltem Saal. Er forderte die Besucher kurz nach dem Mittagessen auf, sich ein wenig zu bewegen: Wer in einer Beziehung sei, solle aufstehen. Ein Großteil der Teilnehmer erhob sich. Und was sei in einer Beziehung besonders wichtig? Richtig: Vertrauen! Eine eigene Crowdfunding Plattform zu haben, sei hierfür ideal, so Schaefler. Nicht nur schaffe das Spenden auf der eigenen Plattform vertrauen, es ermögliche auch volle Kontrolle. Ganz gemäß dem Sprichwort: „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“. Einige Best Practice Beispiele erfolgreicher Kampagnen machten die Plattform im Anschluss greifbar und anschaulich.

Das Crowdfunding des WWF, support.wwf.ch, wurde am Abend sogar mit dem Swissfundraising Award ausgezeichnet. Der WWF sei eine der ersten NPO mit eigenem Portal für die Generierung von Spenden und Mitgliedern und dieses zeichne sich durch eine „optimale ´User Experience´, volle Verwaltbarkeit von Inhalten und Konfigurationen über das Content Management System (CMS) und Programmierleistungen für das Aufsetzen neuer Kampagnen“ aus, so die Begründung von SwissFundraising.

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