14.09.2016 | Von Die Stiftung

Wissenschaft und berufliche Praxis in der Graduiertenausbildung

Die Volkswagen Stiftung möchte mit ihrer Ausschreibung von Forschungskollegs und Praxismodulen einen einmaligen, konzentrierten und paradigmatischen Impuls für eine stärkere Praxisorientierung in der Doktorand(inn)enausbildung in Deutschland geben. Die Mehrheit der Promovierten nimmt Tätigkeiten außerhalb der Universität auf, sei es in anderen wissenschaftsnahen Einrichtungen, sei es in der Privatwirtschaft oder als Selbstständige. Obwohl auch in der Wirtschaft und in einer digitalisierten, wissensbasierten Gesellschaft Führungskräfte und Mitarbeiter(innen) mit einer wissenschaftlich fundierten Qualifikation dringend benötigt werden, nimmt die Ausbildung der Doktorand(inn)en an deutschen Universitäten diese Tatsache noch nicht ausreichend in den Blick. In den Geistes-, Kultur- und Gesellschaftswissenschaften ist dies von besonderer Bedeutung, da diesen Disziplinen jenseits des Lehramtes in der Regel kaum direkte Berufsfelder gegenüberstehen und zudem zwischen Wissenschaft und Wirtschaft nur eine geringe Durchlässigkeit besteht. Stichtag ist der 11. April 2017.

Förderangebot

In der ersten Förderlinie kann die Einrichtung von kleinen Promotions-Forschungskollegs in den Geistes- und Kulturwissenschaften beantragt werden. Pro Kolleg können bis zu sieben Promotionsstellen vergeben werden. Zusätzlich kann pro Kolleg eine Postdoc-Stelle beantragt werden. Die Postdocs schreiben ein „zweites Buch“ oder ein Äquivalent hierzu und übernähmen gleichzeitig die Koordination des Kollegs. Für sie sind die Praxiselemente fakultativ.

In der zweiten Förderlinie können universitäre Graduiertenschulen in den Geistes-, Kultur- und Gesellschaftswissenschaften die Förderung von Praxismodulen von bis zu einem Jahr für ihre Promovend(inn)en einwerben.  Beantragt werden können pro Graduiertenschule bis zu 15 Praxismodule mit einer Laufzeit von sechs bis maximal zwölf Monaten. Es wird ein monatlicher Zuschuss von pauschal 1.000 EUR gewährt. Die maximale Fördersumme pro Promovend(in) beträgt also 12.000 EUR.

Weitere Informationen zu den Ausschreibungsbedingungen sowie zur Antragstellung finden Sie hier sowie direkt in der Ausschreibung.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Dr. Cornelia Soetbeer (E-Mail: soetbeer@volkswagenstiftung.de oder Tel.: +49 (0)511 8381-228).

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