04.08.2020 | Von Die Stiftung

Deutsches Technikmuseum mit neuer Leitung

Joachim Breuninger hat den Posten des Direktors und Stiftungsvorstandes von Prof. Dirk Böndel übernommen, der nach 37 in den Ruhestand geht. Breuninger will das Museum noch stärker auf den Umgang mit aktuellen Themen einstellen, um es zu einem Ort der Debatte zu machen.

Deutsches Technikmuseum
Joachim Breuninger (links) folgt auf Dirk Böndel. Foto: Deutsches Technikmuseum

Das Deutsche Technikmuseum in Berlin hat einen neuen Direktor: Joachim Breuninger leitet mit Wirkung zum 1. August Leiter eines der größten technikhistorischen Museen der Welt und eines der bestbesuchten Museen in Berlin, so das Museum in einer Pressemitteilung. Der Berliner Senat hatte Breuninger im März auf Vorschlag von Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa, zum neuen Direktor bestellt. In dieser Funktion übernimmt Breuninger auch das Amt des Vorstands der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin. Er folgt in beiden Funktionen auf Prof. Dirk Böndel, der Ende Juli nach 37 Jahren am Deutschen Technikmuseum in den Ruhestand gegangen ist. Böndel war 16 Jahre Vorstand der Stiftung.

Stärker an die großen Themen der Zeit

Joachim Breuninger wurde 1968 im baden-württembergischen Ilshofen geboren. Der studierte Historiker leitete seit 2010 die Verkehrsmuseum Dresden gGmbH. Zuvor war er seit 1999 im DB Museum Nürnberg tätig gewesen, erst als Kurator im Bereich Objektsammlung, dann als kommissarischer Leiter der kaufmännischen Abteilung und zuletzt als Abteilungsleiter „Sammlung Fahrzeuge und Standorte“. Seine vorherige Station war in den Bereichen Sammlung und Ausstellung im Deutschen Historischen Museum Berlin gewesen.

Der Historiker hat das Verkehrsmuseum Dresden in seiner Amtszeit strategisch neu ausgerichtet und weite Teile der Dauerausstellungen erneuert und modernisiert. Für den Start in Berlin hat Breuninger ebenfalls Pläne im Gepäck: In Zukunft werde das Deutsche Technikmuseum „noch viel stärker die großen Themen unserer Zeit aufgreifen – Klimawandel, Verstädterung, Mobilitätswende und Migration –, und so zu einem Debattenort in der Mitte der Gesellschaft werden“.

Von Anfang an dabei

Vorgänger Prof. Dirk Böndel, geboren 1955 in Bad Salzuflen, studierte Philosophie, Psychologie und Mathematik an der Technischen Universität Berlin und promovierte dort auch in seinem Zweitstudienfach der Wissenschafts- und Technikgeschichte. Er begann im Eröffnungsjahr 1983 seine Laufbahn im Deutschen Technikmuseum, damals noch Museum für Verkehr und Technik, unter dem Gründungsdirektor Günther Gottmann. Nach Stationen als Volontär und später als Leiter der Abteilung Schifffahrt wurde Böndel 2003 zum Direktor des Museums und 2004 zum Vorstand der neu gegründeten Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin ernannt. In seine Amtszeit fällt die Eröffnung des Neubaus mit den beiden großen Ausstellungen zur Schifffahrt und Luftfahrt, der Ausbau des Museums in der historischen Ladestraße und die Planung für ein zentrales Eingangsgebäude, das Haupthaus und Ladestraße miteinander verbinden wird. Dieses soll in den kommenden Jahren direkt am Tempelhofer Ufer entstehen.

Artikel teilen