08.02.2010 | Von Die Stiftung

Ex-Häftlinge besetzen altes Stasigefängnis

Drei ehemalige Häftlinge haben das frühere Stasi-Gefängnis in Erfurt besetzt. Einer von ihnen ist gar im Hungerstreik. Ziel der Männer ist, mehr Mitspracherechte für ihren Verein Freiheit e.V. hinsichtlich der künftigen Nutzung des seit 2002 leer stehenden Gebäudes zu erstreiten. Es soll demnächst zu einem Gedenk- und Lernort ausgebaut werden. Zu diesem Zweck hat das Land bereits die Thüringer Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gegründet. Die Vereinsmitglieder bemängeln, dass sie bei den Plänen für die künftige Nutzung des Hauses außen vor gelassen werden. Der Vereinsvorsitzende Joachim Heise verlangt deshalb den Abschluss eines Kooperationsvertrages zwischen Verein und Stiftung. Dieser solle vorsehen, dass der Verein die Gedenkstätte unter dem Dach der Stiftung führe. Freiheit e.V. bietet bereits seit 2005 Ausstellungen und Führungen durch das frühere Gefängnis an. Der zuständige Thüringer Staatssekretär versicherte, dass der Verein in die Planung eingebunden werde. Entsprechend überrasche ihn die Aktion.

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