17.12.2018 | Von Die Stiftung

Hilde-Ulrichs-Stiftung: Frauenteam übernimmt die Führung

Ein neuer Vorstand führt das Tagesgeschäft der Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung. Den Vorsitz übernimmt Stephanie Heinze, die selbst an Morbus Parkinson erkrankt ist. Jürgen Weber und Wolfgang Bornemann scheiden krankheitsbedingt aus der Stiftung aus.

Hilde-Ulrichs-Stiftung
Der neue Vorstand setzt sich zusammen aus Janine Schnabel, Stephanie Heinze und Susanne Zinecker (v.l.n.r.). Foto: Hilde-Ulrichs-Stiftung

Die Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung hat sich personell verstärkt: Das Tagesgeschäft wird ab sofort von einem dreiköpfigen Vorstandsteam geleitet, das beratend von einem Kuratorium unterstützt wird. Alle Personen sind auch weiterhin ehrenamtlich tätig. Den Vorsitz wird die langjährige Geschäftsführerin der Stiftung, Stephanie Heinze, übernehmen, die selbst an Morbus Parkinson erkrankt ist. Sie wird unterstützt von Janine Schnabel, die bereits seit mehreren Jahren für die Stiftung im Beirat tätig ist und von Susanne Zinecker. Jürgen Weber und Wolfgang Bornemann, die im Vorstand und Beirat der Stiftung tätig waren, scheiden krankheitsbedingt Ende des Jahres aus.

Fokus nichtmedikamentöse Behandlung

Die Hilde-Ulrichs-Stiftung setzt sich für die Belange von Menschen mit Morbus Parkinson ein. „Nur Erkrankte, die in der Stiftung mitarbeiten, wissen, was für Parkinsonkranke hilfreich ist, sie sind aber gleichzeitig nicht so belastbar wie Nichterkrankte. Daher freue ich mich, dass es uns gelungen ist, weitere Experten für das Kuratorium zu gewinnen“, so Stephanie Heinze. Der neuen Vorständin ist es wichtig, zu vermitteln, dass Bewegung, Aktivität und kreative Therapien den Verlauf der Erkrankung positiv beeinflussen können. Morbus Parkinson ist keine reine Alterskrankheit: Rund 350.000 Menschen in Deutschland sind an Morbus Parkinson erkrankt. Zehn Prozent der Erkrankten sind bei der Diagnose unter 40 Jahre alt.

Die Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung bietet eine Anlaufstelle für Patienten mit Morbus Parkinson. Diese erhalten dort eine unabhängige Beratung sowie Informationen zum Umgang mit der Krankheit. Die Stiftung ist die erste private Stiftung in Deutschland, welche die Erforschung nichtmedikamentöser Behandlungsmethoden bei Morbus Parkinson fördert. Unter anderem vergibt die Stiftung alle zwei Jahre einen mit 10.000 Euro dotierten Forschungspreis.

www.parkinsonweb.com

 

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