10.05.2016 | Von Die Stiftung

Aids-Stiftung um 500.000 EUR betrogen

Gestern wurde ein 63-jähriger Mann aus Grefrath (Niederrhein) zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt, weil er jahrelang zu Unrecht Gelder von der Stiftung „Humanitäre Hilfe für durch Blutprodukte HIV-infizierter Personen“ bezog.

Gestern wurde ein 63-jähriger Mann aus Grefrath (Niederrhein) zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt, weil er jahrelang zu Unrecht Gelder von der Stiftung „Humanitäre Hilfe für durch Blutprodukte HIV-infizierter Personen“ bezog.
Nach Einschätzung des Amtsgericht Krefeld hatte der Mann jahrelang die Unterschrift seines Sohnes gefälscht. Von 1994 bis Februar 2013 bezog der Angeklagte von der Aids-Stiftung Gelder in Höhe von insgesamt 500.000 EUR für seinen an HIV erkrankten Sohn. Dieser wusste davon jedoch gar nichts bis er im Februar 2013 zufällig auf die Unterlagen stieß.
Während des Prozesses kam außerdem heraus, dass der 29-Jährige gar keinen Anspruch auf eine Rente hatte. Denn dem Angeklagten war es während eines Gerichtsverfahrens in den 1990er Jahren nicht gelungen, nachzuweisen, dass seine inzwischen verstorbene Frau aufgrund einer kontaminierten Blutkonserve an Aids erkrankte und die Infizierung an den Sohn weitergab. Dieser sieht sich daher einem Rückforderungsanspruch in Höhe von 0,5 Mio. EUR gegenüber, der nun gegen den Angeklagten gerichtet werden dürfte. Dieser muss zusätzlich 7.000 EUR an seinen Sohn zahlen.

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