10.08.2012 | Von Die Stiftung

Ausgründungen sind an der Tagesordnung

Ausgründungen sind in der Diakonie flächendeckend üblich. Ebenso ist Leiharbeit eine übliche Praxis in evangelischen Einrichtungen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung zu Leiharbeit und Ausgliederung in diakonischen Sozialunternehmen. Dabei dient die Ausgründung vor allem der zeitlichen Flexibilisierung der Arbeitsbedingungen und der Senkung der Arbeitskosten. Die ausgegründeten Betriebe sind nur noch schwer dem Diakonischen Werk zuzuordnen, so die Untersuchung.

Zudem beobachten die Autoren, dass Löhne und Arbeitsbedingungen in vielen Fällen nicht durch Tarifverträge von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden, sondern durch Arbeitsrechtliche Kommissionen geregelt sind, die Arbeitsvertragliche Richtlinien beschließen. Diese haben jedoch kein Streikrecht und auch Mitarbeitervertreter haben weniger Rechte als Betriebs- oder Personalräte.

Für die Studie wurden 299 Einrichtungen der Diakonie befragt.

www.boeckler.de

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