26.06.2018 | Von Die Stiftung

Bundesstiftung Frühe Hilfen fördert junge Familien

Die Bundesstiftung Frühe Hilfen unterstützt junge Familien in schwierigen Situationen mit 51 Millionen Euro jährlich. Das geschieht zum Beispiel mit Babylotsen an bisher sieben Kliniken in Berlin. Die Stiftung setzt die Arbeit der Initiative Frühe Hilfen fort, die von 2012 bis 2017 bestand.

Bundesstiftung Frühe Hilfen
Eltern werden kann schön sein, viele Familien sind damit jedoch überfordert. Die Bundesstiftung Frühe Hilfen unterstützt sie. Foto: JMG/pixelio.de

Kinder sollen gesund und gewaltfrei aufwachsen – Das ist die Idee der Bundesstiftung Frühe Hilfen. Ihr Ziel ist es, überforderten Müttern und Vätern zu helfen. Ein Projekt der Stiftung ist das der „Babylotsen“ in Berlin. Am 22. Juni hat Familienministerin Franziska Giffey (SPD) im Mutter-Kind-Zentrum des Vivantes-Klinikums Neukölln die Arbeit der Stiftung vorgestellt. Bisher gibt es 13 Babylotsen an den sieben größten Kliniken in Berlin. Sie beraten und unterstützen junge Familien vor Ort. In Zukunft soll es solche Anlaufstellen an allen Schwerpunktkliniken in Berlin geben. Das wären dann 20 Lotsen. Getragen und fachlich unterstützt wird die Stiftung vom Nationalen Zentrum Frühe Hilfen, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und dem Deutschen Jugendinstitut. Um betroffene Mütter und Väter zu erreichen, hat der Bund eine Informationskampagne gestartet. So wurde in Berlin zum Beispiel Werbung auf Stadtbussen platziert, um die Anlaufstellen bekannt zu machen.

Bundesstiftung Frühe Hilfen von Nationalem Zentrum getragen

Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen fördert neben den Babylotsen weitere psychologische und soziale Angebote. So werden bundesweit wie in Berlin lokale und regionale Unterstützungssysteme für Familien aufgebaut. Im Fokus steht die Unterstützung von Eltern, die Kinder im Alter von null bis drei Jahren haben. Dafür ist die Bundesstiftung jährlich mit 51 Millionen Euro ausgestattet. „Jeder Euro für einen präventiven Kinderschutz ist gut investiertes Geld. Ich wünsche mir, dass überall in Deutschland Eltern mit Kleinstkindern, deren Lebenslagen besonders belastet sind, von Anfang an einen guten Zugang zu Frühen Hilfen erhalten“, sagte im August 2017 die damalige Familienministerin Katharina Barley (SPD).

Fortsetzung der Initiative Frühe Hilfen

Die Bundesstiftung ist aus der Initiative Frühe Hilfen hervorgegangen. Sie wurde 2012 im Rahmen des damals neuen Kinderschutzgesetzes auf den Weg gebracht. Ziel war es, präventive Versorgungsstrukturen für Familien zu fördern. Die Bundesinitiative Frühe Hilfen unterstützte dafür Bundesländer, Städte, Gemeinden und Landkreise in ihrem Engagement für die Frühen Hilfen. Das Projekt war jedoch auf vier Jahre beschränkt. Die Bundesstiftung garantiert nun eine dauerhafte Finanzierung.

www.fruehehilfen.de

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