16.03.2018 | Von Die Stiftung

Burgenstiftung zur Entlastung der Stadt

Um die Stadt Lütjenburg zu entlasten und den Fortbestand des Freilichtmuseums zu sichern, soll die Turmhügelburg zukünftig von einer eigens dafür gegründeten Burgenstiftung unterhalten werden.

Turmhügelburg Burgenstiftung
Die Turmhügelburg im östlichen Schleswig-Holstein soll zukünftig eine Stiftung finanzieren. Foto: wy, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7888009

Die Turmhügelburg in Lütjenburg, östliches Schleswig-Holstein, ist eine Rekonstruktion einer Burganlage aus Holstein. Sie hat sich unter anderem Ausgrabungen vom Kleinen und Großen Schlichtenberg zur Grundlage genommen und entsteht in enger Kooperation mit dem Archäologischen Landesamt Schleswig-Holstein. Sie versteht sich als ein lebendiges Museum – sie sei „das Mittelaltermuseum Schleswig-Holsteins“, ist auf der Website zu lesen.

Doch, so berichteten gestern die Kieler Nachrichten, „Wind und Witterung nagen an den originalgetreuen Nachbauten“. Während die Unterhaltskosten bisher relativ moderat gewesen seien, rechne Bürgermeister Dirk Sohn für die Zukunft mit 20.000 bis 30.000 Euro, die die Stadt jährlich für den Unterhalt der Holzgebäude investieren müsste. „Auch im Mittelalter waren die Häuser nicht für die Ewigkeit gebaut“, so die Kieler Nachrichten. Demnächst stehe zum Beispiel die Neueindeckung des Turms an.

Mit Burgenstiftung Geld sparen

Um die Stadt zu entlasten und die Zukunft der Burganlage zu sichern, soll jetzt eine Stiftung einspringen: Stifter für die Turmhügelburg wird ihr langjähriger Mäzen, der Preetzer Unternehmer Klaus Dygutsch. Er wolle langfristig das Museum unter freiem Himmel absichern und habe dafür eine Burgenstiftung gegründet, in die später sein Vermögen einfließe, so die Kieler Nachrichten. „Die Stadt Lütjenburg und der Förderverein des kleinen Freilicht-Museums verhandeln über die Modalitäten“, heißt es weiter in dem Zeitungsbericht.

Hartmut Eller, Vorsitzender des Fördervereins, sagte demnach auf der Jahresversammlung, dass die Stadt dadurch viel Geld spare. Zukünftig würde die Stiftung von der Stadt die Aufgabe der Bauunterhaltung übernehmen. Die Übertragung könnte kurzfristig erfolgen, so die Kieler Nachrichten, geregelt müssten insbesondere bereits ins Projekt geflossene Fördergelder, die an Fristen und Auflagen geknüpft sind.

www.turmhuegelburg.de

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