06.03.2014 | Von Die Stiftung

Drastischer Anstieg von Angriffen auf Asylbewerber in Deutschland

Die Zahl rechtsextremer Übergriffe auf Asylbewerberheime hat nach Angaben von Flüchtlingsorganisationen stark zugenommen. Wie die Amadeu-Antonio-Stiftung und die Flüchtlingsorganisation Pro Asyl mitteilten, registrierten sie seit Anfang 2014 bereits 21 gewalttätige Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte, darunter zwölf Brandstiftungen.

Die Zahl rechtsextremer Übergriffe auf Asylbewerberheime hat nach Angaben von Flüchtlingsorganisationen stark zugenommen. Wie die Amadeu-Antonio-Stiftung und die Flüchtlingsorganisation Pro Asyl mitteilten, registrierten sie seit Anfang 2014 bereits 21 gewalttätige Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte, darunter zwölf Brandstiftungen.

Die Organisationen verwiesen darauf, dass schon 2013 die Anzahl laut Bundeskriminalamt (BKA) mit 58 Gewalt- und Propagandadelikten auf mehr als das Doppelte gegenüber dem Vorjahr angestiegen war. 2012 waren vom BKA 24 eindeutig rechtsextrem motivierte Übergriffe registriert worden.

„Asylsuchende werden deutschlandweit derzeit zur Zielscheibe rassistischer und rechter Hetze“, mahnten die beiden Organisationen. Sie warfen Parteien wie der NPD, Pro Deutschland und auch der Euro-kritischen Alternative für Deutschland (AfD) vor, die gestiegenen Asylantragzahlen für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Beide riefen dazu auf, „rassistischer Stimmungsmache“ im Europa- und Kommunalwahlkampf entgegenzutreten. Gefordert wird ein Integrationskonzept und die Abschaffung des Asylbewerberleistungsgesetzes.

www.amadeu-antonio-stiftung.de

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