09.05.2018 | Von Die Stiftung

Entscheidung über AfD-Stiftung vertagt

Auf dem AfD-Konvent in Berlin ist keine Entscheidung über die Anerkennung einer AfD-Stiftung getroffen worden. Das Votum wurde auf den Parteitag im Juni verschoben. Damit ist für die Partei noch immer kein Geld aus dem staatlichen Fördertopf für parteinahe Stiftungen in Sicht.

AfD-Stiftung
Die beiden Fraktionsvorsitzenden der AfD im Bundestag, Alice Weidel und Alexander Gauland hatten sich intern eigentlich schon über den Namen geeinigt. Fotos: © Superbass / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons), 2017-11-29-Alice Weidel-Maischberger-5664, Größe von DIE STIFTUNG, CC BY-SA 4.0 / Metropolico.org, Gauland2014 (cropped), Größe von DIE STIFTUNG, CC BY-SA 2.0

Laut F.A.Z. plädierte AfD-Bundesvorstandsmitglied Albrecht Glaser sogar gegen eine Zustimmung zur Erasmus-Stiftung als AfD-Stiftung. Im Vorstand habe er zuvor jedoch für den Vorschlag gestimmt, der Bezug auf den Renaissance-Humanisten nimmt. Die Stresemann-Vertreter stellten außerdem Nachforderungen und wollten für ihre Zustimmung zwanzig Prozent der Einnahmen der Erasmus-Stiftung für ihre Projekte haben.

Weder Erasmus noch Stresemann als AfD-Stiftung? 

Auch André Poggenburg, ehemaliger Fraktionsvorsitzender der AfD im Landtag von Sachsen-Anhalt, habe sich gegen das bisherige Konzept gewandt: Mehrere Medien berichteten, dass laut Poggenburg weder der nationalliberale Außenpolitiker Gustav Stresemann noch der Humanist Erasmus von Rotterdam für Ideen stünden, mit denen sich die Mehrheit der AfD-Mitglieder voll identifizieren könne.

In den letzten Monaten gab es eine heftige Auseinandersetzung um die Benennung. Es standen als Namensgeber Gustav Stresemann und Desiderius Erasmus gegenüber. Wegen juristischer Probleme um den Namen des nationalliberalen Stresemanns – die Erben kündigten rechtliche Schritte an –, einigte man sich, wie berichtet, vorerst auf Desiderius-Erasmus-Stiftung. Die frühere CDU-Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach, die der AfD nahesteht, wurde Anfang März zur Vorsitzenden der Erasmus-Stiftung ernannt.

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