05.06.2015 | Von Die Stiftung

Felsövanyi-Erben und Klimt Foundation einigen sich über Porträt von Klimt

Das von Gustav Klimt gemalte Porträt „Bildnis Gertrud Loew“, welches Gertrud Felsövanyi (geboren Gertrud Loew) darstellt, wird nach einer langen, turbulenten Vergangenheit nun beim Auktionshaus Sotheby’s in London versteigert.

Das von Gustav Klimt gemalte Porträt „Bildnis Gertrud Loew“, welches Gertrud Felsövanyi (geboren Gertrud Loew) darstellt, wird nach einer langen, turbulenten Vergangenheit nun beim Auktionshaus Sotheby’s in London versteigert. Im Jahr 1939 floh die damalige Besitzerin Gertrud Felsövanyis mit ihrer Familie vor den Nazis und musste im Zuge dessen das Bild zurücklassen. Gustav Ucicky, damaliger NS-Propagandafilmregisseur, hielt es dann ab dem Jahr 1941 in seinem Besitz. Wie er zu dem Porträt gelangte, ist bis heute ungeklärt. Nach einem Rückstellungsvergleich nach Ucickys Tod 1961 wurden drei (Der Apfelbaum II, Bauernhaus mit Birken und Bildnis einer Dame) von vier Klimt-Gemälden an Erben jüdischer Sammler restituiert. Das „Bildnis Gertrud Loew“ blieb jedoch im Besitz der Witwe Ursula Ucicky. Der Sohn der auf dem Porträt abgebildeten Frau, Anthony Felsövanyi, bemühte sich jahrelang vergeblich das Bild wieder in familiären Besitz zu bringen. Es wurde von Frau Ucicky schließlich im Jahr 2013 in die von ihr gegründete Klimt Foundation eingebracht. Laut dem STANDARD, haben sich die Klimt Foundation und die Felsövanyi-Erben nun jedoch geeinigt. Bei der kommenden Auktion soll der erzielte Erlös halbe-halbe geteilt werden.

www.klimt-foundation.com

Artikel teilen