22.02.2016 | Von Die Stiftung

Studie der Otto Brenner Stiftung zu AfD

Die Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) fährt in ihrem Wahlprogramm in Ost- und Westdeutschland mehrgleisig, so die Ergebnisse der neuesten Studie der Otto Brenner Stiftung. Sie kommt zu dem Schluss, dass das Tun der Partei im Südwesten Deutschlands zum Großteil im rechtskonservativen Rahmen abläuft, wohingegen in Sachsen-Anhalt klar völkisch-nationalistisch geworben wird.

Die Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) fährt in ihrem Wahlprogramm in Ost- und Westdeutschland mehrgleisig, so die Ergebnisse der neuesten Studie der Otto Brenner Stiftung. Sie kommt zu dem Schluss, dass das Tun der Partei im Südwesten Deutschlands zum Großteil im rechtskonservativen Rahmen abläuft, wohingegen in Sachsen-Anhalt klar völkisch-nationalistisch geworben wird. Im Westen sei die Parteiarbeit betont bürgerlich-konservativ, es werde eine Etablierung als konservative Kraft rechts der Union angestrebt.

Trotz der Unterschiede seien aber auch Gemeinsamkeiten sichtbar: Die wirtschaftsliberale Euroskepsis sei in den Hintergrund gerückt, während der Fokus auf gesellschaftspolitische Themen läge, die in der Flüchtlingskrise aktualisiert und rechtspopulistisch zugespitzt würden. Dabei würden laut den Autoren drakonische Bedrohungsbilder ebenso wie reaktionäre Antworten die Forderungen der Partei dominieren.

Im Juli 2015 verließen Parteigründer Bernd Lucke und andere prominente Wirtschaftsliberale die Partei, danach veränderte sich die Ausrichtung unter der Führung von Frauke Petry mit Unterstützung der rechtskonservativen Landesverbände aus dem Osten.

Durchgeführt wurde die Studie vom Göttinger Institut für Demokratieforschung, wobei die Schwerpunkte auf den Themen Ausgangslage, Wahlprogramm und Organisation der AfD lagen. Im Hinblick darauf wurden zusätzlich Vorstands- und Kandidatenprofile, Wahlstrategien und Wählerpotenziale in den einzelnen Bundesländern verglichen.

Die Studie „Die AfD vor den Landtagswahlen 2016 – Programme, Profile und Potenziale“  OBS-Arbeitspapier Nr. 20 ist unter http://ow.ly/YkGtX erhältlich.

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