31.05.2017 | Von Die Stiftung

RAG-Stiftung sieht Bergbau-Lasten gedeckt

Vorstand bei Bilanzvorlage zuversichtlich / Finanzierungsstart 2019

Der Steinkohlebergbau in Deutschland soll 2019 zu Ende gehen. Die Ewigkeitsaufgaben übernimmt dann die RAG-Stiftung. (Urheber: frager/pixelio.de)

2019 wird der subventionierte Steinkohlebergbau in Deutschland Geschichte sein. Danach soll die eigens vor zehn Jahren gegründete RAG-Stiftung die sogenannten Ewigkeitsaufgaben des Kohlebergbaus der heutigen Bergbaugesellschaft RAG übernehmen: Das Reparieren von Bergschäden oder das Abpumpen von Grubenwasser zählt dann zu den Aufgaben der Stiftung. Bei der Bilanzvorlage der RAG-Stiftung diese Woche zeigte sich der Vorstandsvorsitzende der RAG-Stiftung, Dr. Werner Müller, der gleichzeitig Aufsichtsratschef von RAG und Evonik ist, optimistisch, diese Aufgaben auch dauerhaft und aus den Einnahmen der Stiftung erfüllen zu können. Das berichtet die F.A.Z. Müller war einst auch der Entwickler des Stiftungsmodells.

Der Vorstand konnte Ende 2016 einen Überschuss von 393 Millionen Euro vorweisen. Das sollte in den Augen Müllers reichen, um die Ewigkeitsaufgaben zu erfüllen. Dafür kalkuliert die RAG-Stiftung jährliche Ausgaben in Höhe von rund 220 Millionen Euro ein. Er sieht auch in Zukunft die Einnahmen, die aus Beteiligungen und klassischen Kapitalanlagen herrühren, beim Doppelten der Ausgaben für die Lasten – obwohl die Rückstellungen dafür momentan aufgrund des niedrigen Zinssatzes, der beim Abdiskontieren auf die Barwerte zur Anwendung kommt, sehr hoch ausfallen. „Eine Halbierung des Zinses bedeutet finanzmathematisch eine Verdoppelung des Barwerts“, erklärte Finanzvorstand Dr. Helmut Linssen.

RAG-Stiftung erhält von Evonik 364 Millionen Euro

Dennoch: Der Vorstand der RAG-Stiftung sieht die Lasten des Bergbaus nachhaltig gedeckt. Sein Optimismus rührt sicherlich auch da her, dass das Vermögen der Stiftung sich laut Müller seit Gründung von 6 Milliarden auf heute 17 Milliarden Euro fast verdreifacht habe. Wichtigster Vermögenswert der Stiftung ist die Beteiligung an Evonik (68 Prozent). Im vergangenen Jahr hat die RAG-Stiftung eine Dividende in Höhe von etwa 364 Millionen Euro von Evonik kassiert. Müller betonte, dass es wichtig sei, dass die Dividende auf einem attraktiven Niveau bleibe.

www.rag-stiftung.de

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