19.09.2014 | Von Die Stiftung

Schweizer Jugendliche möchten sich politisch beteiligen

Nationale und internationale Politik interessiert die Jugendlichen am meisten. Die politischen Diskussionen finden vor allem auf Whatsapp, in den sozialen Medien und in der Familie statt. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse der Studie „Scoop-it 2.0”, die von der Stiftung Mercator Schweiz, der Avina Stiftung und dem Bundesamt für Sozialversicherung unterstützt wurde.

Nationale und internationale Politik interessiert die Jugendlichen am meisten. Die politischen Diskussionen finden vor allem auf Whatsapp, in den sozialen Medien und in der Familie statt. Minderjährige Jugendliche sind für die Senkung des Stimmrechtsalters und möchten vor allem mehr Angebote und Räume für eigene Aktivitäten. Insgesamt zwei Drittel der Jugendlichen engagieren sich politisch. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse der Studie „Scoop-it 2.0”, die von der Stiftung Mercator Schweiz, der Avina Stiftung und dem Bundesamt für Sozialversicherung unterstützt wurde.

Ob Jugendliche tatsächlich so desinteressiert und einer politischen Partizipation abgeneigt sind, wie ihnen unterstellt wird, wurde in der Studie „Scoop-it 2.0” untersucht, die von der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur und dem Dachverband Schweizer Jugendparlamente DSJ herausgegeben wurde. Im Zentrum der Studie steht das Mediennutzungsverhalten der Jugendlichen sowie ihre Interessen und ihre Bedürfnisse bei der politischen Partizipation.

Demnach sind Jugendliche nicht nur an politischen Themen interessiert, sondern diskutieren auch darüber, engagieren sich politisch und möchten selber aktiv etwas in ihrem Lebensumfeld verändern. Viele Erwachsene schenken den bevorzugten Medien der Digital-Native-Generation und ihren politischen Partizipationsbedürfnissen aber zu wenig Beachtung.

Hier ist ein großes ungenutztes Potential vorhanden: Kinder und Jugendliche benötigen für sie geeignete Beteiligungsformen, um bei politischen und gesellschaftlichen Planungs- und Entscheidungsprozessen mitwirken zu können. Dies soll durch eine neue Online-Plattform möglich werden, die auf der Grundlage dieser Studie in Zusammenarbeit mit Jugendparlamenten entwickelt und im März 2015 online gehen soll. Jugendliche sollen dadurch die Möglichkeit erhalten, eigene politische Ideen und Anliegen einzubringen.

www.stiftung-mercator.ch

www.avinastiftung.ch/de

Artikel teilen