24.10.2013 | Von Die Stiftung

Schweizer Tierquäler werden stärker verfolgt

Die Zahl der Strafverfahren wegen Tierquälereien hat in der Schweiz einen Höchststand erreicht: Im Jahr 2012 wurden 1.404 Strafverfahren durchgeführt, das sind 158 mehr als im Vorjahr. Ein Rekord, den die Stiftung Tier im Recht positiv wertet.

Der Anstieg der Verfahren bedeute nicht, dass mehr Tiere gequält wurden, sondern dass die Täter konsequenter angezeigt und strafrechtlich verfolgt würden, so die Stiftung.

In den meisten Fällen würden Misshandlungen an Haustiere, vor allem an Hunden und Katzen gemeldet. Eher selten werden Misshandlungen von Nutz- und Wildtieren zur Anzeige gebracht.

Doch die Strafen für Tierquälereien sind nach Ansicht der Stiftung immer noch viel zu niedrig. Die meisten Strafen, die im vergangenen Jahr ausgesprochen wurden, waren bedingte Geldstrafen in einer Höhe zwischen 250 und 500 CHF. Gemäß Strafgesetzbuch könnten jedoch für Übertretungen Bußen von bis zu 20.000 CHF erlassen werden, aber auch Geldstrafen von bis zu 360 Tagessätzen oder Freiheitsstrafen sind möglich. Nur 14 Mal wurde laut Stiftung eine unbedingte Geldstrafe verhängt. Hinter Gitter musste niemand.

www.tierimrecht.org

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