15.10.2013 | Von Die Stiftung

Streit um Dottiker-Erbe

Ein ehemaliger Dottiker vermachte sein gesamtes Vermögen bei seinem Tod der Schweizer Gemeinde, vorausgesetzt, er wird dort begraben und erhält von Dottikon eine Gedenktafel aufgestellt. Weil die Tafel zu spät aufgestellt wurde, sprach ein Gericht die Erbschaft dem Behindertenheim St. Josef in Bremgarten zu.

Die Gemeinde wird dennoch nicht vor das Bundesgericht ziehen, da sie die Kosten scheut. Die Stiftung zeigt sich kompromissbereit. Obwohl das Gericht ihr das Geld zusprach, möchte der Leiter der St. Josef Stiftung in Bremgarten, Manfred Breitschmid, eine gemeinsame Lösung anstreben: „Wir sind ganz sicher nicht an einem Streit mit Dottikon interessiert und wollen einen Kompromiss erarbeiten, welcher beiden Seiten dient und auch im Sinne des Verstorbenen ist.“

Allerdings ist noch nicht bekannt, um wie viel Geld es eigentlich geht. Die bisher erwähnte Zahl von 618.000 CHF stammt nämlich aus einer Steuerveranlagung des Verstorbenen von 2011. Ein Notariat klärt bis Ende des Jahres ab, wie groß die Erbschaft tatsächlich ist.

www.josef-stiftung.ch

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